
Ich wollte ja ab und zu über die Bücher schreiben, die ich gelesen habe. Da ich aber "Achtung Baby" von Michael Mittermeier nicht allzu weltbewegend fand und ich mich in "The lovely Bones" am Anfang nicht so eindenken konnte, versuche ich mich kurz zu halten. Mein letzter Post war schon lang genug^^
Ich glaube, dass ich das Mittermeier-Buch nur deswegen nich allzu prall fand, weil ich einfach mit dem Thema (noch)nichts anfangen kann. Anekdoten über Schwangere und Frischgebackene Eltern sind zwar witzig, aber für Außenstehende wie mich irgendwie doch nicht ganz so packend, wie seine sonstigen Programme. Ich mag ihn als Comedian wirklich sehr, das "Safari"-Touplakat hängt an meiner Wand, aber als Autor, bin ich mir noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Mir fehlen das Rumgehüpfe und die Grimassen. Viele der Episoden im Buch waren auch schon aus vorangegangenen Programmen bekannt und von daher kannte ich den Witz eben schon. Die Bücher von Dieter Nuhr fand ich im Vergleich wesentlich unterhaltsamer, wobei es in seinen Büchern eben überwiegend um die Eigenarten des Menschen ansich ging. Also nachvollziehbar-komische Menschen sieht man genug. Es reicht schon öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, vormittags in den Fußgängerzonen dieser Welt rumzulaufen oder, wenn man zu den ganz mutigen gehört, mittags den Fernseher einzuschalten. Babys und Schwangere dagegen sind mir einfach noch fremd.

"The Lovely Bones"[deutsch:In meinem Himmel] dagegen ist ansich ein schönes Buch. Ich war nur am Anfang irritiert vom Aufbau der Geschichte und habe den Spannungsbogen irgendwie gesucht, was aber auch daran gelegen haben könnte, dass ich nur über den Trailer zum Film auf das Buch aufmerksam geworden bin und somit von Anfng an falsche Erwartungen hatte. Gleich am Anfang erfährt der Leser vom Ich-Erzähler(hah-Frau Beyer wäre stolz auf mich:D)und gleichzeitig Hauptperson Susie Salmon, dass sie im Alter von 14 Jahren von einem Pädophilen missbraucht und umgebracht wurde. Hier entstanden dann meine falschen Erwartungen: Ich dachte, die Geschichte würde jetzt mit der Beschreibung weitergehen, wie ihr Vater die Polizei auf den unbekannten Täter aufmerksam macht, den der Leser natürlich von Anfang an kennt- irgendwie Krimi-artig halt. Tatsächlich wird all das nur nebensächlich behandelt und hauptaugenmerk darauf gelegt, wie Familie und Freunde, aber auch der ermittelnde Detective und auch ihr Mörder mit dem Tod von Susie umgehen und weiterleben. Was aber nur eine Klassenkameradin ahnt ist, dass Susie all das von ihrem Himmel aus beobachtet und immernoch am Leben ihrer Lieben teilhat.
Nachdem ich dann mein Missverständnis geklärt hatte fand ich die Geschichte sehr schön. Es ist mal was anderes, ähnlich wie die "Frau des Zeitreisenden"- das Buch kann ich auch nur empfehlen!
Ich hatte mehrmals auch den Gedanken, dass das ein Buch wäre, das sich auch für den Schulunterricht eignet, da es auf interessante Art und Weise alle Themen aufnimmt, die uns in der Schule aufgedrückt wurden,die einen als jungen Menschen vielleicht aber auch von alleine beschäftigen: Erwachsen werden, Familie, der Tod ansich und was mit uns eigentlich danach passiert, das Umgehen mit gesellschaftliche Grenzthemen. Ich denke es würde sich genug Diskussionsstoff bieten, allerdings besteht bei "Unterrichtsbüchern" ja immer das Risiko, dass komische Lehrkräfte es einem vermiesen.
Jetzt ist mein Post doch wieder ewig lang gewurden-da müsst ihr jetzt durch;)
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