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Freitag, 30. September 2011

Cornelia Funke- Die "Tintenwelt"-Trilogie

In den Ferien habe ich soviele Bücher gelesen, wie lange nicht mehr und möchte diese jetzt auch nach und nach auf dem Blog vorstellen. Bei den Büchern "Tintenherz", "Tintenblut" und "Tintentod" von Cornelia Funke finde ich einen Sammelpost ganz passend und nicht gespoilert, da es bei einer Trilogie meist so ist, dass wenigstens die Hauptcharaktere ein "Happy End" erleben-außerdem handelt es sich um Kinderbücher.

Die Geschichte der zwölfjährigen Meggie und ihrem Vater, dem Buchbinder Mortimer, kurz Mo genannt, beginnt an einem verregneten Abend, an dem die beiden unerwarteten Besuch von einem merkwürdigen Fremden namens Staubfinger erhalten. Dieser Besucher veranlasst Mo und Meggie dazu, Hals über Kopf ihr Zuhause zu verlassen und, unter dem Vorwand einige Bücher reparieren zu wollen, bei Meggies eigensinniger Großtante unterzutauchen.
Denn im Verlauf der Geschichte klärt sich, dass Staubfinger nicht ohne Grund bei Mo auftaucht und wieso er so Fehl am Platz wirkt: Mo besitzt die Fähigkeit den Geschichten, die er liest, Leben einzuhauchen und hat so vor vielen Jahren Staubfinger versehentlich aus dem Buch "Tintenherz" herausgelesen. Doch seine Fähigkeit beschränkt sich nicht nur auf die guten Charaktere einer Geschichte. So hat er auch einige der übelsten Bösewichter der Geschichte in seine Welt geholt, die sich im Gegensatz zu Staubfinger dort sehr wohlfühlen und mit seiner Hilfe noch andere Übeltäter aus "Tintenherz" herauslesen wollen.
Während der Jagd nach den beiden Protagonisten, entdeckt Meggie dann, dass auch sie die Fähigkeit besitzt, Geschichten ein Eigenleben zu geben und wird umso interessanter für ihre Verfolger.

In den beiden Fortsetzungen wird die Handlung in die Tintenwelt verlegt. Nach der Niederlage im ersten Teil wird Mo nun mithilfe eines anderen Vorlesers in die Tintenwelt entführt, woraufhin Meggie ihm natürlich folgt, um ihn mithilfe von Staubfinger und den Räubern zu befreien. Im weiteren Verlauf wird Mo ein Teil der Räubergemeinschaft und umso wichtiger im finalen Kampf gegen den finsteren Natternkopf.

Ich habe diese Bücher schon zum 2. mal gelesen und fand sie dieses Mal schlechter, weil ich vertraut mit der Geschichte war und mir andere Dinge aufgefallen sind, wie der eintönige und etwas umgangssprachliche Schreibstil der Autorin, was wohl aber Geschmackssache ist und der eigentlichen Zielgruppe weniger wichtig sein wird. Die Geschichte selber mag ich sehr gern, da sie es schafft, mich in eine andere Welt zu entführen und ob der düsteren Stimmung im letzten Teil doch noch eine Stelle bereit hält, die den Leser zum schmunzeln bringt. Auch finde ich die Gestaltung der Charaktere sehr liebevoll und gelungen.
Die "Tintenwelt"-Trilogie ist in meinen Augen nicht nur für Kinder, sondern für Leser jeden Alters geeignet, die sich das Gefallen an Märchen und fantastischen Wesen bewahren konnten.

Freitag, 15. Juli 2011

Charlaine Harris - Dead until Dark


Mit "Dead until Dark", dem ersten Teil der "True Blood"-Serie, habe ich mich nach der "Breaking Dawn"-Pleite wieder an das Vampirgenre gewagt. Es hat mich aber wieder recht versöhnlich gestimmt.

Harris erzählt die Geschichte von Sookie Stackhouse, einer Kellnerin in der fiktiven amerikanischen Kleinstadt Bon Temps. Das Besondere an der Welt in den Stackhouse-Romanen ist, dass Vampire nicht länger im verborgenen vegetieren, sondern, zumindest Nachts, unter den Menschen leben, da inzwischen synthetisches Blut entwickelt wurde, überall verkauft wird und den Menschen nicht mehr zwingend zur Nahrungsquelle macht.
Auch Sookie selber ist alles andere als normal. Sie kann die Gedanken aller Menschen in ihrer Umgebung lesen, was ihr Leben alles andere als einfach gestaltet, weswegen sie ihre Zeit hauptsächlich mit ihrer ziemlich coolen Großmutter, ihrem Bruder und einer Kollegin aus der Bar verbringt-die Einzigen, die sie zumindest als halbwegs normal akzeptieren.
Der Erste, dessen Gedanken sie nicht lesen kann, ist der Vampir Bill, der eines Tages in der Bar auftaucht, in der sie arbeitet. Nachdem Sookie Bill vor einem Gauner-Paar rettet und dieser wiederum Sookie vor der Rache des Paares schützt, entwickelt sich zwischen den Beiden eine innige Beziehung.
Zeitgleich mit Bills Auftauchen erschüttert aber auch eine Mordserie die Kleinstadtidylle und somit auch Sookies Gefühlswelt.

Über "Dead until Dark" habe ich vorm Lesen schon einiges gehört, was von "Twilight für Erwachsene" bis hin zum "Vampirporno" reicht, und alles stimmt irgendwie zu. Dennoch ist es nicht so vorhersehbar wie Twilight. Es hat mich auch dazu gebracht, bis nachts um 2 zu lesen, aber dieses mal, weil es endlich wieder ein Buch war, dass ich zu Ende lesen wollte, weil ich eh nicht hätte schlafen können, bevor ich nicht weiß wie es ausgeht. Bis 20 Seiten vor Schluss wusste ich nicht, wer der Mörder ist, hätte nicht sagen können, wie es ausgeht und saß am Ende dann doch da und dachte "Näh! Das hätt´ich nicht erwartet...!- ein Gedanke, der mir allerdings nicht nur am Ende kam. Zum Teil litt ich wirklch mit den Charakteren-das macht doch ein gutes Buch aus!
Genau diese Mischung aus Romantik, Freundschaft und Erotik auf der einen, Blut und Thriller auf der anderen Seite, finde ich sehr lesenswert, besonders weil ich nicht das beklemmende Gefühl habe -um auf den Vergleich mit den Romanen von Stephenie Meyer einzugehen- dass jemand versucht mich zu bekehren. Wenn man dazu auch noch Vampire mag, macht es das Buch umso attraktiver. Geschmunzelt habe ich auch über die ein oder andere Anspielung auf die Romane um Lestat den Vampir von Anne Rice, deren Buchreihe ich in diesen Ferien eigentlich auch endlich wieder vom Staub befreien will und die Fragen die sich Sookie über die Vampirwelt stellt.
Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, bin ich am Anfang ziemlich über die amerikanische Umgangssprache und Abkürzungen gestolpert, aber nach dem ersten Kapitel fuchst man sich rein und lernt die Schreibweise von Charlaine Harris zu schätzen. Die Art und Weise, wie sie die Charaktere konstruiert hat, erinnert mich wiederum sehr an Karin Slaughter. Jeder hat in diesem Buch irgendwie "sein Päckchen zu tragen", hat, wie im echten Leben, so seine Ecken und Kanten und an "blütenweiße Westen" ist garnicht zu denken. Das macht die Figuren umso sympathischer.
"Dead until Dark" hätte im Laden vermutlich auch alleine duch das Cover, das mich irgendwie fasziniert, angesprochen, wäre es mir nicht vorher durch xKarenina über den Weg gelaufen.
Die Verfilmung der Bücher finde ich übrigens so schlecht, dass mir die Inhaltsangabe auf Wikipedia gereicht hat. Sie heißt zwar "True Blood", hat gleichnamige Charaktere, murkst mir aber zu sehr an der Geschichte rum, die Darsteller aus der Serie stimmen irgendwie so garnicht mit den Bildern in meinem Kopf überein, sodass ich nicht vorhabe sie mir anzusehen.
Ich war jedenfalls so begeistert, dass der 2. Teil bereits lesebereit auf meinem Schreibtisch liegt und nur darauf wartet, dass ich mit der "Tintenwelt"-Reihe durch bin.

Dienstag, 5. April 2011

Mitch Albom - Tuesday with Morrie


"Tuesday with Morrie" gehört zu den Büchern, auf die ich, ob man es glaubt oder nicht, über den Schulunterricht aufmerksam geworden bin. Vor vielen Jahren kam ein Auszug des Buches im Englischabitur im Heimatbundesland dran und ich fand den Auszug irgendwie so interessant, dass ich das ganze Buch lesen wollte. Warum mir das gerade jetzt wieder eingefallen ist, weiß ich nicht.
Mitch Albom erzählt dabei die Geschichte seines ehemaligen Lieblingsprofessors, den er nach dem Abschluss, entgegen seiner Versprechen, aus den Augen verloren hatte und erst durch ein zufällig entdecktes Fernsehinterview wieder Kontakt zu diesem aufnimmt.
Der lebensfrohe Professor ist inzwischen an der unheilbaren Krankheit ALS erkrankt, die innerhalb weniger Jahre sein motorisches Nervensystem vollkommen abbauen wird. Doch anders als andere Menschen sieht Morrie dem Tod nicht trauernd entgegen, sondern nimmt es eher als eine neue Erfahrung an. So treffen sich die beiden "Dienstagsmenschen" nach vielen Jahren wieder und nehmen die früher so gern geführten Gespräche über das Leben wieder auf.

Ich muss zugeben, dass das Buch die Erwartungen des Ausschnitts nicht erfüllen konnte. Im Buch werden viele Werte wie Familie, Freundschaft oder Liebe angesprochen und wie leicht man in unserer heutigen Gesellschaft dazu neigt, eben diese zu Gunsten von Karriere und Geld zu vernachlässigen, was ich gut finde und definitiv zum Nachdenken, vielleicht auch zum Umdenken anregen kann. Auch die Beschreibung des Verhältnisses zwischen Professor und Student und deren Umgehen mit dem Tod gefiel mir sehr gut.
Literarisch gesehen leidet das Buch aber an einigen Stellen an Längen und neigt dazu zu schmalzig zu werden, was aber natürlich Geschmackssache ist.
Kurz um: Eine nette Geschichte, aber zu meinen Lieblingsautoren wird Mitch Albom wohl nie gehören, ebenso wenig, wie ich "Tuesday with Morrie" nun zu meinen Lieblingsbüchern zählen würde.

Sonntag, 20. Februar 2011

Markus Zusak - Die Bücherdiebin


"Die Bücherdiebin" spielt während des 2. Weltkrieges und erzählt die Geschichte von Liesel Meminger, die von ihrer Mutter zu einer Pflegefamilie in der Nähe von München gebracht wird. Schon auf der Fahrt nach München sieht sie mit an, wie ihr Bruder im Zug stirbt. Während der Beerdigung in einem unbenannten Dorf findet Liesel das erste Buch, das einem Totengräber aus der Tasche fällt. Dieser erste "Diebstahl" und das Lesen, das sie von ihrem Pflegevater lernt, sollen die Geschichte noch nachhaltig beeinflussen, denn nicht umsonst heißt die Geschichte "Die Bücherdiebin".

Ich habe schon viele Bücher gelesen. Viele Bücher fand ich gut. Aber nur ganz wenige Bücher schaffen es, während des Lesens Bilder zu malen.
Das besondere an dem Buch ist, dass der auktorielle, aber sehr sympathische, Erzähler der Tod ist. Und wer sollte auktorieller sein, als der Tod. Deshalb nimmt er das ein oder andere Mal schon am Anfang des Kapitels das Ende vorweg, was der Neugier, wie es weitergeht, aber keinen Abbruch tut. Was mich an dieser Geschichte fasziniert hat, war weniger das Ende ansich, sondern die Schreibweise und die liebevoll gezeichneten Charaktere und deren Entwicklungen und Beziehungen zueinander, sodass mich dieses Buch wieder die ein oder andere Nacht gekostet hat.
Es ist außerdem keine typische Kriegsgeschichte. Natürlich lassen sich die historischen Ereignisse dieser Zeit nicht ausblenden, da sie auch die Charaktere beeinflussen, aber es passiert alles mit dem Blick auf ein Mädchen, das nicht versteht, wieso sie nicht laut aussprechen darf, dass sie Hitler hasst. Dennoch steht über allen Erlebnissen des Mädchens der Tod, der auch Ausblicke auf seine Aufgaben außerhalb von Molching, dem neuen Heimatort des Mädchens, gewährt. Und wie er selber erklärt, war er zu der Zeit sehr beschäftigt.
Genau dieser Spagat sorgt für die selbe Art Charme, die auch "Der Junge im gestreiften Pyjama" hat. Eine Stelle, die mich am Anfang schon gefangen hat, und die ich symbolisch dafür anführen möchte: "Aus dem Werkzeugkasten nahm der Junge einen Teddybären. Ausgerechnet einen Teddybären. Er streckte die Hand durch die zersplitterte Windschutzscheibe und setzte den Teddy auf die Schulter des Piloten. Der lächelnde Bär saß gemütlich in dem Durcheinander aus Wrackteilen und im Blut des zerschmetterten Mannes.[...]Ich trat hinzu, löste seine Seele und trug sie sanft hinweg. Alles, was übrig blieb, waren der Körper, der schwächer werdende Geruch nach Rauch und der lächelnde Teddy."[aus: Markus Zusak: Die Bücherdiebin, Random House, 2005, S. 17, Z. 7-17.] Ansich ist die Szene traurig, aber durch die Beschreibung bekommt sie keinen schrecklichen Beigeschmack, sondern etwas Schönes, fast Beruhigendes, denn wir sehen die Erlebnisse von Kindern.
Für das wirklich gelungene Buch möchte ich Markus Zusak am liebsten umarmen:)

Freitag, 11. Februar 2011

Karin Slaughter - Broken


"Broken" ist der 8. Teil der Buchreihe um die frühere Gerichtsmedizinerin und Kinderärztin Sara Linton, der auf Deutsch -meines Wissens nach- noch nicht erschienen ist.
Die Geschichte beginnt mit dem Fund einer Mädchenleiche am Grund eines Sees. Zuerst geht das Team der Grant County Polizei von Selbstmord aus, doch bald stellt sich heraus, dass sie sich die Stichwunde am Hals nicht selbst zugefügt haben kann. Ein möglicher Mörder wird schnell gefunden, doch hat Sara berechtigte Zweifel, dass der verhaftete Junge das Opfer umgebracht hat. Bevor sie das aber beweisen kann, bringt sich dieser in Gefangenschaft selber um, sodass Sara sich Hilfe vom GBI-Agenten Will Trent holt, um die Mordserie aufzuklären, da sie sich sicher ist, dass sie der Polizei in ihrem früheren Heimatort nicht mehr vertrauen kann. Noch bevor Sara und Will zu ermitteln beginnen, gibt es ein neues Opfer.
Die Romane von Karin Slaughter haben für mich all das, was mir inzwischen bei Patricia Cornwell fehlt. Anders als die "Kay Scarpetta"-Romane, schaffen es diese mich zu fesseln. Sie sind spannend, ohne mir zu viel zu verraten. In diesem Buch habe ich bis zum Ende geglaubt jemand anderer sei der Mörder, und so muss das ja sein.
Was ich auch sehr mag ist, dass die Charaktere nicht so aalglatt sind. Die Hauptperson ist eigentlich Kinderärztin, die nebenbei den Posten der Gerichtsmedizinerin übernommen hat. Der Agent leidet an Lese-Rechtschreibschwäche, was er aber sein Leben lang sehr gut verbergen konnte. Und das sind nur einige wenige Fehler.
Ich mochte den Schreibstil schon auf Deutsch, auf Englisch finde ich ihn noch besser. Ich wollte irgendwann nicht mehr warten, bis die Bücher auf Deutsch und als Pappeinband/Brochure erschienen, um auch noch ein Paar Euro zu sparen, und kam in London vor knapp 2 Jahren spontan auf die Idee eine Buchhandlung zu stürmen und verbrachte die restlichen Sonnenstunden lesend auf dem Trafalgar Square.
Slaughter hält sich nicht mit ewiglangen und komplexen Obduktionsberichten auf, sondern beschränkt es auf das nötigste, was das lesen besonders auf Englisch erleichtert und man nicht das Gefühl bekommt, dass einem 1-2 Semester Medizin, sowie Psychologie nicht schaden könnten, um zu verstehen, was mir gerade erzählt wird.
Dieses Mal fand ich den Einstieg ein wenig schleppend, was aber daran liegt, dass Slaughter auf den ersten Seiten nocheinmal die vergangenen Jahre revue passieren lässt, was gut ist, wenn man neu in die Serie einsteigt, oder aber 2 Jahre auf das neue Buch warten musste, und ein wenig unschlüssig ist, was in den vergangenen Büchern passiert ist. Ich habe den letzten Slaughter-Roman vor ca. 2 Monaten gelesen und wusste noch was passiert ist und war kurz genervt, aber das verflog sehr schnell!
Die richtige Reihenfolge der Bücher sowie die deutschen Titel sind hier zu finden.

Freitag, 28. Januar 2011

Stephenie Meyer - Breaking Dawn


Semesterferien sind Lesezeit, dementsprechend habe ich es geschafft mich durch den 4. Teil der "Twilight"-Saga zu kämpfen. Ja richtig. Zu kämpfen.

Im 4. Teil wird die Geschichte um Edward und Bella weiter ausgebaut. Nach dem großen Kampf gegen die "Neugeborenen" im 3. Teil beginnt die Geschichte mit der Hochzeit von Edward und Bella, denn nur wenn Bella Edward heiraten würde, würde er sie zu einem Vampir machen. Allerdings weigert sich dieser auch nach der Hochzeit noch sein Versprechen einzulösen, um Bella die Möglichkeit zu geben, zu erfahren, wie ihr menschliches Leben weitergehen könnte.
Aber, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Während der Flitterwochen wird Bella schwanger und die einzige Möglichkeit, dass sie die Schwangerschaft überlebt ist, sie nach der Geburt des Kindes zu einem Vampir zu machen.
Wer die Bücher gelesen oder die Filme gesehen hat weiß, dass es da noch Jacob gibt. Jacob gehört einem Indianerstamm an, dessen Aufgabe es eigentlich ist in Wolfsgestalt, Vampire fernzuhalten und im Zweifel zu töten. Und er ist natürlich seit dem ersten Buch auch in Bella verliebt, die aber wiederum aber nur Edward will. Um das Gefühlschaos perfekt zu machen, passiert dass, was in der englischen Originalfassung als "Imprinting" bezeichnet wird(ich habe es nicht nachgeschlagen, die Filme nicht gesehen, und würde es mal als so etwas wie Seelenverwandschaft bezeichnen). Die Seelenverwandte für Jacob ist Bellas Tochter, was wiederum einen Konflikt auslöst.
Das Buch gipfelt darin, dass die Volturi sich auf den Weg nach Forks machen, um Bella und ihr Kind zu töten, da es nach den Gesetzen der Vampire verboten ist, Vampirkinder zu erschaffen und die gesamte Cullen-Familie ihnen beibringen muss, dass das Kind ein halber Mensch ist.

Boah. Ich habe lange nicht mehr ein Buch gelesen, das mich beim Lesen so genervt hat. Okay, als ich das Buch bestellt habe, war mir neben dem schnöden BWL- und Kostenrechnungskram irgendwie nach Phantasie und Romantik, aber das Buch ist ein Kitsch-Overkill!
Ich hatte schon immer eine Obsession mit Vampiren, die ersten Vampirromane die ich gelesen habe waren selbstverständlich "Dracula" und die "Chronik der Vampire" von Anne Rice, angeregt durch den Film " Interview mit einem Vampir". Auch "Graf von Krolock" aus "Tanz der Vampire" prägte mein Bild des klassischen Vampirs. Für mich führte also kein Weg um "Twilight" herum, über das ich in einer Zeitschrift gelesen hatte, bevor der große Hype ausbrach. Inzwischen bin ich der Meinung, dass es gereicht hätte, wenn es bei einem Buch geblieben wäre um es der Phantasie des einzelnen zu überlassen, wie sich die Geschichte um Edward und Bella weiterentwickelt. Ich habe zwar auch bei diesem Buch teilweise bis um halb 3 gelesen, weniger, weil es mich so gefesselt hat, sondern eher, weil ich gehofft habe, dass endlich was passiert.
Das Buch hat 700 Seiten. Auf geschätzten 300 Seiten sagen sich Edward und Bella wie sehr sie sich lieben, dass sie ohne den anderen nicht leben können etc, auf mindestens 100 Seiten plant Jacob, wie er die Cullens am besten umbringt und auf den letzten 150 Seiten wird es doch noch spannend. Naja, nicht Karin-Slaughter-spannend, aber immerhin etwas. Man erkennt in dem Buch eindeutig, dass Stephanie Meyer zum "Team Edward" gehört, denn keiner der Charaktere wird so oft und detailliert als "schön" beschrieben wie er.
Ich kehre lieber wieder zu den Vampiren zurück, die weniger in der Sonne funkeln und dafür mehr Charisma verbreiten.

Was ich sehr bedenklich finde: Laut Wikipedia soll dieser Teil, ähnlich wie Harry Potter, in 2 Teilen in die Kinos kommen. Ich frage mich wirklich, wie man die ohnehin schon kaum vorhandene Handlung auch noch durch 2 Teilen will...

Samstag, 1. Januar 2011

J.K. Rowling-Harry Potter und die Heiligtümer des Todes (Reprise)

Ersteinmal: Frohes neues Jahr euch allen! Mein Silvester war ziemlich gemütlich mit Pizza essen, "Hangover"[nur gesehen, nicht nachgemacht!;)], Schokofondue und natürlich Feuerwerk gucken mit Freunden, da wir alle Klausurgeplagt und/oder krank waren.

Die Weihnachtszeit hat sich aber auch, nicht zuletzt durch insgesamt 10h Zugfahrt nach Hause und zurück zum Studienort, perfekt angeboten um mal wieder etwas mehr zu lesen. Nachdem ich mir den 7. "Harry Potter"- Teil im Kino angesehen hatte, hatte ich ja auch den Plan gefasst, das Buch nocheinmal zu lesen. Gesagt, getan.
Ich war wirklich überrascht wie nah am Buch tatsächlich gearbeitet wurde. Zumindest den Anfang hatte ich direkt nach dem Film gelesen und sogar Dialoge waren exakt aus dem Buch übernommen und bis auf kleine Schnitzer, was Straßennamen angeht(z.B. Shaftesbury Avenue in London, im Film, statt Tottenham Court Road, ebenfalls in London, wie im Buch, aber sowas interessiert wahrscheinlich auch nur mich). Natürlich wurden Teile weggelassen, aber im Großen und Ganzen bin ich tatsächlich begeistert. So gut fand ich die Umsetzung seit der Verfilmung der "Kammer des Schreckens" nicht mehr. Nur wenige Szenen wurden zur Dramatisierung ergänzt oder verändert. Bleibt zu hoffen, dass dies auch für den 2. Teil der "Heiligtümer des Todes" beibehalten wird, wobei ich den Teil auch im Buch nicht so begeisternd fand und Teile auch nur überflogen habe. So ging es mir aber auch an vielen Stellen am Anfang und in der Mitte des Buches. Ich finde, dass die Bücher generell von der Qualität der Geschichte her nachgelassen haben, was besonders für den "Orden des Phönix" gilt. So finden sich auch hier im letzten Teil stellen, die mir die Frage aufdrängten, ob Rowling nach Wörtern bzw. Seiten bezahlt wird und ob sie sich mit dem Schreiben der Geschichte nicht doch noch etwas mehr Zeit hätte nehmen sollen, zum Wohl der Geschichte, aber vermutlich auf Kosten ihres Honorars.
Bleibt als Fazit zu sagen: Die Verfilmung ist tatsächlich gelungen, was die Buchreihe angeht bleiben die ersten drei Teile in meinen Augen die schönsten.

Samstag, 30. Oktober 2010

Erich-Maria Remarque - Im Westen nichts Neues


Remarque erzählt in "Im Westen nichts Neues" die Geschichte von Paul Bäumer. Motiviert und breit geredet durch den Klassenlehrer meldet sich eine ganze Klasse zum Dienst an der Front. Zuerst komplett euphorisch, gilt es doch als Ehre dem "Vaterland" zu dienen, merken Bäumer und seine Freunde doch langsam, wie der Krieg sie und ihre Ansichten langsam zu verändern beginnt.

"Im Westen nichts Neues" kenne ich ungefähr seit der 8. Klasse, allerdings nur durch den Film. Damals fand ich das ganze aber eher verstörend als aufrüttelnd. Heute würde ich das Buch gerne mal den ganzen zu Guttenbergs und George W.´s dieser Welt um die Ohren schlagen, auch wenn Remarque selber sagt, dass das Buch keine Anklage,sondern nur ein Bericht sein soll. Ich halte es für sehr empfehlenswert.

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Patricia Cornwell- Scarpetta


"Scarpetta" ist der 16. Teil aus der Krimi-Reihe um die gleichnamige Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta. Dieser wird von der Handlung mal wieder nach New York verlegt, wohin die Heldin gerufen wird, da ein vermeindlicher Mörder nur sie für die Tatortuntersuchung und das Verhör verlangt, da er nur noch ihr vertraut, denn er fühlt sich von einer geheimen Organisation verfolgt. Das makabere an dem Buch ist allerdings, dass es sich sowohl bei dem vermeindlichen Mörder, als auch beim Opfer um Kleinwüchsige handelt.
Nebenher wird auch Scarpettas Privatleben durch eine Internet-Klatschkolumne auseinander genommen,sodass in der Nebenhandlung auch der Autor ausfindig gemacht werden soll. Auch das Auftauchen einiger Charaktäre aus Scarpettas Vergangenheit führt zu diversen blutigen Verwicklungen.

Insgesamt finde ich,dass das Buch fast mehr Nebenhandlung hat als alles andere, wobei es sehr nützlich ist, wenn man sich durch die 15 anderen Bände gelesen hat, was aber ab dem 10. ziemlich anstrengend wird. Als Leser bekommt man ab diesem Zeitpunkt zum einen das Gefühl, dass die Reihe nur noch existiert, weil sie Geld bringt, denn es erscheint inzwischen jedes Jahr ein neuer Roman. Als ich angefangen hab die Bücher zu lesen,war ich ungefähr 14 und fand sie soooo spannend. Zum anderen wird ab einem bestimmten Zeitpunkt Scarpetta immer mehr in den Himmel gelobt. Scarpetta hat keine Ecken und Kanten mehr, die Geschichte wurde immer absurder, und das garnicht mal von der Handlung her, sondern von der Charakterentwicklung der einzelnen Figuren, da vor lauter Entwicklung eigentlich auch keine Handlung mehr überblieb. Je glatter Scarpetta wurde,umso "schlechter" wurde ihre Umgebung, was bis zur Beinahe-Vergewaltigung durch ihren langjährigen Kollegen und Freund Pete Marino ging. Die letzten 3 Bücher gingen garnicht, dieser wird langsam wieder besser, bis zur alten Form ist es aber noch ein langer Weg, was ich einfach sehr schade finde. Hätte ich nicht gewusst, dass schon ein weiterer in Amerika erschienen und ein anderer im Druck ist, hätte ich vermutet,dass sie in dem Band [endlich] stirbt, aber das hat dem ganzen durchaus etwas spannendes gegeben. Auf den letzten 100 Seiten. Immerhin. Ob ich den neuen Teil kaufe weiß ich noch nicht, die 25 Euro,die die Bücher als Festeinband kosten, die ich früher auch gerne bezahlt habe,werde ich jedenfalls nicht mehr investieren, auch wenn ich bei jeder Veröffentlichung eines neuen Buches immernoch das Bedürfnis habe direkt in den Laden zu laufen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Mittwoch, 25. August 2010

Tommy Jaud- Hummeldumm


Ich habe seit langem mal wieder ein Buch von einem deutschen Autor gelesen. Ich weiß nicht wieso, aber Romane,deren Hauptfiguren aus Deutschland kommen, sprechen mich irgendwie immer nicht so an. Das Buch stand ebenfalls zu Hause rum und meine Mutti meinte, sie hätte das Buch im ersten Moment auch nur wegen dem Cover in die Hand genommen. Ich gestehe-es besticht^^
Die Hauptfigur Matze fliegt mit seiner Freundin auf deren Wunsch 2 Wochen in den Urlaub nach Namibia. Allerdings bleiben die beiden nicht an einem Ort, sondern begeben sich auf eine Rundreise. Mit einer Gruppe, die es insich hat. Ein Alleinreisender Marathonläufer aus Thüringen, eine Frau aus der Schweiz, die sich als personifiziertes Chaos entpuppt, ein Schnösel aus Düsseldorf mit seiner strohdoofen Freundin, ein alter,alles filmender Schwabe und ein Rentnerehepaar aus Wien, wobei sie ein alter Hausdrachen ist. Die Reise findet unter der Führung des Namibiers Bahee in einem altersschwachen Minibus statt. Als Matze seine Gruppe das erste Mal sieht, heißt es für ihn nur noch"Weg! Egal wohin!", Sina lässt sich aber nicht erweichen und das Abenteuer beginnt. Als er dann auch noch feststellt, dass er vergessen hat, die Kaution für die Wohnung, die Sina unbedingt zusammen mit ihm beziehen will, zu überweisen, gerät Matze auf der Suche nach Adaptern, Internet und Handynetzen von einer peinlichen Situation in die nächste und fährt dabei auch noch fast seine Beziehung zu Sina an die Wand.

Okay, es gibt literarisch wertvollere Bücher und so manche peinliche Situation geht schon an die Grenzen des guten Geschmacks, aber lustig und sehr schön geschrieben ist "Hummeldumm" definitiv- an einigen Stellen habe ich laut gelacht. Die Gespräche der Charaktäre sind alle in den regionalen Dialekten, also thüringisch, schwäbisch und österreichisch geschrieben, und dementsprechend amüsant. Da ich das Buch außerdem angefangen hab, als ich aus meinem verkackten Pärchenurlaub aus London wiederkam fand ich es auch seehr nachvollziehbar, auch wenn London nicht Namibia ist, bleiben die Streitpunkte doch irgendwie vergleichbar-ich verstand Matze an einigen Punkten sehr gut. Tommy Jaud hat laut danksagung so eine Rundreise auch selber gemacht, und fand die Inspiration für einige seiner Charaktäre wohl auf dieser Tour. Armer Kerl^^

Ich lerne kochen...


Ich habe mal einen Tipp für Leute wie mich, die nicht kochen können,aber weit weg von Mutti wohnen. Ich habe mir schon vor einiger Zeit "Meine Kochschule" von Johann Lafer gekauft, und das Buch ist toll. Man könnte es auch "Kochen für Dummies" nennen- es erklärt mir die dümmsten Sachen! Woran ich erkenne ob eine Obstsorte reif ist, wie ich Gemüse schäle und schneide, Kartoffeln koche etc., wird aber auch anspruchsvoller,wenn man irgendwann mal die einfachen Sachen ,wie Kartoffeln kochen, kann. Am Wochenende habe ich mir das erste mal ein "richtiges" Mittagessen GEKOCHt! Ja ich bin stolz. Fleisch, Kartoffeln und Gemüse. Wenn ich das jetzt auch noch jeden Tag durchhalte bin ich wirklich toll. Es hat auch ein paar Rezepte für Finger food, Desserts und Kuchen. Die 15 Euro sind schon gut angelegt, auch für mich Mäckelpott.Ich hab nur meistens keine Lust nur für mich sonen Aufwand zu betreiben. Hunger ist aber schonmal ein guter Anreiz. Ich geh jetzt Kartoffeln schälen:)

Donnerstag, 19. August 2010

Etwas für zwischendurch


Ich wollte ja ab und zu über die Bücher schreiben, die ich gelesen habe. Da ich aber "Achtung Baby" von Michael Mittermeier nicht allzu weltbewegend fand und ich mich in "The lovely Bones" am Anfang nicht so eindenken konnte, versuche ich mich kurz zu halten. Mein letzter Post war schon lang genug^^
Ich glaube, dass ich das Mittermeier-Buch nur deswegen nich allzu prall fand, weil ich einfach mit dem Thema (noch)nichts anfangen kann. Anekdoten über Schwangere und Frischgebackene Eltern sind zwar witzig, aber für Außenstehende wie mich irgendwie doch nicht ganz so packend, wie seine sonstigen Programme. Ich mag ihn als Comedian wirklich sehr, das "Safari"-Touplakat hängt an meiner Wand, aber als Autor, bin ich mir noch nicht so ganz sicher, was ich davon halten soll. Mir fehlen das Rumgehüpfe und die Grimassen. Viele der Episoden im Buch waren auch schon aus vorangegangenen Programmen bekannt und von daher kannte ich den Witz eben schon. Die Bücher von Dieter Nuhr fand ich im Vergleich wesentlich unterhaltsamer, wobei es in seinen Büchern eben überwiegend um die Eigenarten des Menschen ansich ging. Also nachvollziehbar-komische Menschen sieht man genug. Es reicht schon öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen, vormittags in den Fußgängerzonen dieser Welt rumzulaufen oder, wenn man zu den ganz mutigen gehört, mittags den Fernseher einzuschalten. Babys und Schwangere dagegen sind mir einfach noch fremd.

"The Lovely Bones"[deutsch:In meinem Himmel] dagegen ist ansich ein schönes Buch. Ich war nur am Anfang irritiert vom Aufbau der Geschichte und habe den Spannungsbogen irgendwie gesucht, was aber auch daran gelegen haben könnte, dass ich nur über den Trailer zum Film auf das Buch aufmerksam geworden bin und somit von Anfng an falsche Erwartungen hatte. Gleich am Anfang erfährt der Leser vom Ich-Erzähler(hah-Frau Beyer wäre stolz auf mich:D)und gleichzeitig Hauptperson Susie Salmon, dass sie im Alter von 14 Jahren von einem Pädophilen missbraucht und umgebracht wurde. Hier entstanden dann meine falschen Erwartungen: Ich dachte, die Geschichte würde jetzt mit der Beschreibung weitergehen, wie ihr Vater die Polizei auf den unbekannten Täter aufmerksam macht, den der Leser natürlich von Anfang an kennt- irgendwie Krimi-artig halt. Tatsächlich wird all das nur nebensächlich behandelt und hauptaugenmerk darauf gelegt, wie Familie und Freunde, aber auch der ermittelnde Detective und auch ihr Mörder mit dem Tod von Susie umgehen und weiterleben. Was aber nur eine Klassenkameradin ahnt ist, dass Susie all das von ihrem Himmel aus beobachtet und immernoch am Leben ihrer Lieben teilhat.
Nachdem ich dann mein Missverständnis geklärt hatte fand ich die Geschichte sehr schön. Es ist mal was anderes, ähnlich wie die "Frau des Zeitreisenden"- das Buch kann ich auch nur empfehlen!
Ich hatte mehrmals auch den Gedanken, dass das ein Buch wäre, das sich auch für den Schulunterricht eignet, da es auf interessante Art und Weise alle Themen aufnimmt, die uns in der Schule aufgedrückt wurden,die einen als jungen Menschen vielleicht aber auch von alleine beschäftigen: Erwachsen werden, Familie, der Tod ansich und was mit uns eigentlich danach passiert, das Umgehen mit gesellschaftliche Grenzthemen. Ich denke es würde sich genug Diskussionsstoff bieten, allerdings besteht bei "Unterrichtsbüchern" ja immer das Risiko, dass komische Lehrkräfte es einem vermiesen.
Jetzt ist mein Post doch wieder ewig lang gewurden-da müsst ihr jetzt durch;)

Samstag, 24. Juli 2010

Sophie Kinsella-Fast geschenkt


"Fast geschenkt" ist der Zweite Teil der "Shopaholic"-Serie, der im vergangenen Jahr durch die Verfilmung richtig bekannt wurde.

Dieses Mal zieht die Heldin Rebecca "Becci" Bloomwood für einige Zeit mit ihrem Freund Luke Brandon von London nach New York, da dieser versucht mit seiner in England bereits sehr erfolgreichen PR-Firma, nun in Amerika Fuß zu fassen, nicht zuletzt um seine dort lebende leibliche Mutter zu beeindrucken.
Während Luke von Meeting zu Meeting pilgert, versucht auch Rebecca ihre Fernsehkarriere, die sie als Finanzexpertin in einem Britischen Morgenmagazin begann, voranzutreiben. Einziger Haken: Für jemanden, der anderen Leuten Tipps gibt,wie sie ihr Geld am besten anlegen, ist Rebecca sehr hoch verschuldet. Während sich Becci in New York weiter in Träumereien und nicht zuletzt unzähligen Kaufhäusern und Sample Sales verliert, Stapeln sich zu Hause die Mahnungen ihrer Bank. Das ganze gipfelt dann in einem Artikel in einem britischen Klatschblatt in dem die finanzielle Situation der "Finanzexpertin" gehörig ausgeschlachtet wird. Insziniert hat das ganze Alicia"Biest-Langbein" Billington,die schon aus dem ersten Teil als die Frau bekannt ist,die ihr ihren Luke ausspannen will und das ganze nun als Ablenkungsmanöver nutzt um Lukes Firma zu sabotieren. Nebenbei zerbricht dann auch Rebeccas Beziehung zu Luke, da dieser ihr die Schuld am geplatzten, bisher wichtigstem Vertragsabschluss seiner Karriere gibt.
So muss sich Rebecca, wie auch schon im ersten Teil wieder etwas einfallen lassen um erst ihr Konto und dann ihr Leben wieder auf die Reihe zu kriegen.

Hachja...."Fast geschenkt" ist ein typisches Frauenbuch,nicht sonderlich anspruchsvoll, einfach gestrickt und schnell weggelesen. Aber sooooo schön:) Die Figur der Rebecca Bloomwood ist mir total sympathisch, nicht zuletzt aufgrund ihrer Ausreden warum sie dieses Paar Schuhe/Handtasche/Kleid/Oberteil/Rock jetzt unbedingt haben MUSS. Ähnliche Situationen kennt jeder und ich wette ähnliche Ausreden für sich selber hat jeder schoneinmal erfunden. Zum anderen ist es die blauäugige, verträumte Art mit der sie von einem Schlamassel in den nächsten tappst und durch die sehr amüsante Anektdoten innerhalb der Haupthandlung entstehen, die mir beim Lesen immerwieder ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben.Kurz gefasst: Ich mag es, und werde wohl auch die letzten beiden Teile, der mittlerweie 5 Teile umfassenden Reihe lesen.

Dennis Lehane- Shutter Island


Auf "Shutter Island" bin ich über den Kinofilm aufmerksam geworden. Da ich es damals nicht ins Kino geschafft habe, habe ich beschlossen zuerst das Buch zu lesen, beovr ich die DVD anschaffe,auch wenn der Unterschied zwischen Buch und Verfilmung vermutlich wieder gravierend ist.

Im Buch wird die Hauptperson, US-Marshal und Kriegsveteran Teddy Daniels auf die gleichnamige Insel geschickt, um dort das Verschwinden einer Patientin aufzuklären. Denn dort befindet sich ein Klinikum, in dem psychisch kranke Verbrecher verwahrt und "behandelt" werden. Dementsprechend mysteriös ist das Verschwinden einer Patientin, da diese es wohl geschafft haben muss sich in Luft aufzulösen, um durch eine verschlossene Tür und diverse Sicherheitskontrollen zu gelangen.
Auch das unkooperative Klinikpersonal erleichtert Daniels und seinem neuen Partner Aule die Ermittlungen nicht unbedingt. Bis auf den Klinikleiter McPherson scheint überhaupt niemand Interesse an den Ermittlungen der Beiden zu haben.
Im weiteren Verlauf der Geschichte erfährt man jedoch,dass Daniels auch eigenes Interesse am Aufenthalt auf Shutter Island zu haben, da er vermutet,dass dort auch der Mörder seiner Frau inhaftiert ist und er sich nach Rache sehnt. Die Geschichte wird noch verwickelter, als sich herausstellt, dass Teddy schon länger Ermittlungen über illgele Experimente an den dortigen Patienten anstellt. Gesteigert wird die Stimmung ebenfalls dadurch,dass die beiden Polizisten die Insel nicht einfach so wieder verlassen können, da nach ihrer Ankunft ein Hurrikan aufzieht, wobei der Aufenthalt der beiden sowieso nie so geplant war,dass sie die Insel jemals wieder verlassen.

Ich muss gestehen,dass ich die ersten 200 Seiten bis auf einige wenige Spannungsmomente ziemlich schleppend fand, da man in dieser Zeit viel über die Vergangenheit Daniels erfährt, was sich vom Kennenlernen seiner Frau, seiner Zeit als Soldat im 2. Weltkrieg und wie ihr Tod sein Leben verändert hat,zieht. Zum Teil wird die recht langwierige Schilderung seiner Träume und der immaginären Gespräche mit seiner Frau für den Leser -in meinen Augen- recht anstrengend, da diese manchmal bis ins Unendliche ausgedehnt werden. Einzige Spannungsmomente sind zu diesem Zeitpunkt die Ankunft auf der Insel und die generell düstere Stimmung und das erste Aufeinandertreffen mit den Patienten, da gerade diese ziemlich unheimlich geschildert sind-klar,die meisten der Patienten haben mindestens eine Person umgebracht.
Umso fesselnder ist dafür das Ende. Die letzten 150 Seiten haben mich anscheinend so gepackt,dass mich die Geschichte bis in meine Träume verfolgt hat. Als Teddys Kollege spurlos verschwindet, er einen früheren Bekannten auf der Insel trifft,der vor längerer Zeit in Psychatrische Behandlung gegeben wurde und ihm klarmacht,dass niemand die Insel verlässt,konnte ich das Buch nicht mehr weglegen,weil ich mich die ganze Zeit gefragt habe, wer jetzt eigentlich "der Böse" ist: Der Klinikleiter und die anderen Doktoren, der Mann, der seine Frau umgebracht hat oder Daniels selber und gibt gibt es diese illegalen Experimente tatsächlich?! Das ganze wird am Ende so verworren,dass ich die Erklärungen des Klinkleiters am Ende immernoch nicht glaube. Mehr sage ich dazu nicht,sonst verrate ich alles^_^
Im Großen und Ganzen fand ich das Buch gerade aufgrund des Endes lesenswert, trotz der erwähnten Hänger,aber nur weil ich die unheimlich fand,muss das anderen ja nich auch so gehen und im Zweifel überfliegt man die Passagen eben nur. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, sodass ich in der einen oder anderen langatmigen Phase das Gefühl hatte,dass mir der ein oder andere Spannungsmoment vielleicht einfach durch Unverständnis entgangen ist,was aber eher unwahrscheinlich ist, da das Buch bis auf einige medizinisch-psychologische Fachbegriffe auch für Nicht-Muttersprachler verständlich geschrieben ist.