Donnerstag, 21. Juli 2011

Haare ab!

Ich habe in einem anderen Post ja schonmal darüber berichtet, dass mir durch die Schuppenflechte die Haare ausgefallen sind. Bis zu den Prüfungen hatte ich das Gefühl, ich hätte alles wieder in den Griff bekommen, jetzt ist sie wieder zurück. Also fange ich wieder von vorne an mit den vierstündigen Prozeduren und begebe mich Dienstag nochmal zum Hautarzt,was im Heimatort allerdings etwas schwieriger ist, da hier 2 Ärzte auf 40000 Einwohner, zuzüglich aller Dörfer in der Umgebung, kommen. Ich richte mich schon auf laaaange Wartezeiten ein.
Da meine Haare inzwischen in den Längen sichtbar dünner und kaputter geworden sind, quasi noch toter als Haare ohnehin sind, habe ich mir heute ganz spontan die Haare abschneiden lassen. Ich fand seit einiger Zeit schon die Frisur von Keira Knightley im 2011er "Chanel Coco Mademoiselle"-Werbespot sehr cool,aber ich wollte ja immer ganz lange Haare und theoretisch kam ich dem Ziel auch schon recht Nahe, aber in den letzten 2 Monaten sahen sie nach nichts mehr aus. Entgegen der vielen verschiedenen, wundervoll klingenden Versprechen der Shampoowerbungen hilft bei kaputten,dünnen Haaren nur abschneiden. Man mag vorbeugen können,aber was hin ist, ist hin und wird höchstens mit Hilfe von Silikonen wieder dazugebracht zumindest nett auszusehen.
Als ich heute meine Oma vom Friseur abholen sollte, wurde ich quasi überrumpelt. Die Friseuse, die meiner Oma die Haare macht, ist seit Jahren mit meinen Eltern befreundet, hatte gerade etwas Luft bis zum nächsten Kunden und rieb mir alle Schäden meiner Haare und meiner Kopfhaut unter die Nase. Ich brauche sonst ewig für die Entscheidung zum Friseur zu gehen,selbst wenn es nur um die Spitzen geht, äußerte dieses mal kaum sitzend meinen Wunsch nach einem "asymmetrischen, kinnlangen Bob ohne Pony und jetzt habe ich endlich wieder eine Frisur. Was noch viel wichtiger ist: Ich habe das Gefühl, dass ich wieder Haare habe und kann meine Kopfhaut nicht mehr durchscheinen sehen, was mich so glücklich macht, wie wahrscheinlich noch keine Frisur bisher.
Hier einmal die Inspiration:


Fotos des Ergebnisses liefere ich nach, sollte die neue Kamera so ankommen, dass meine Haare noch nach Friseur aussehen-Danke, Christian für den Tipp! Es wird die Canon^.^

Freitag, 15. Juli 2011

Charlaine Harris - Dead until Dark


Mit "Dead until Dark", dem ersten Teil der "True Blood"-Serie, habe ich mich nach der "Breaking Dawn"-Pleite wieder an das Vampirgenre gewagt. Es hat mich aber wieder recht versöhnlich gestimmt.

Harris erzählt die Geschichte von Sookie Stackhouse, einer Kellnerin in der fiktiven amerikanischen Kleinstadt Bon Temps. Das Besondere an der Welt in den Stackhouse-Romanen ist, dass Vampire nicht länger im verborgenen vegetieren, sondern, zumindest Nachts, unter den Menschen leben, da inzwischen synthetisches Blut entwickelt wurde, überall verkauft wird und den Menschen nicht mehr zwingend zur Nahrungsquelle macht.
Auch Sookie selber ist alles andere als normal. Sie kann die Gedanken aller Menschen in ihrer Umgebung lesen, was ihr Leben alles andere als einfach gestaltet, weswegen sie ihre Zeit hauptsächlich mit ihrer ziemlich coolen Großmutter, ihrem Bruder und einer Kollegin aus der Bar verbringt-die Einzigen, die sie zumindest als halbwegs normal akzeptieren.
Der Erste, dessen Gedanken sie nicht lesen kann, ist der Vampir Bill, der eines Tages in der Bar auftaucht, in der sie arbeitet. Nachdem Sookie Bill vor einem Gauner-Paar rettet und dieser wiederum Sookie vor der Rache des Paares schützt, entwickelt sich zwischen den Beiden eine innige Beziehung.
Zeitgleich mit Bills Auftauchen erschüttert aber auch eine Mordserie die Kleinstadtidylle und somit auch Sookies Gefühlswelt.

Über "Dead until Dark" habe ich vorm Lesen schon einiges gehört, was von "Twilight für Erwachsene" bis hin zum "Vampirporno" reicht, und alles stimmt irgendwie zu. Dennoch ist es nicht so vorhersehbar wie Twilight. Es hat mich auch dazu gebracht, bis nachts um 2 zu lesen, aber dieses mal, weil es endlich wieder ein Buch war, dass ich zu Ende lesen wollte, weil ich eh nicht hätte schlafen können, bevor ich nicht weiß wie es ausgeht. Bis 20 Seiten vor Schluss wusste ich nicht, wer der Mörder ist, hätte nicht sagen können, wie es ausgeht und saß am Ende dann doch da und dachte "Näh! Das hätt´ich nicht erwartet...!- ein Gedanke, der mir allerdings nicht nur am Ende kam. Zum Teil litt ich wirklch mit den Charakteren-das macht doch ein gutes Buch aus!
Genau diese Mischung aus Romantik, Freundschaft und Erotik auf der einen, Blut und Thriller auf der anderen Seite, finde ich sehr lesenswert, besonders weil ich nicht das beklemmende Gefühl habe -um auf den Vergleich mit den Romanen von Stephenie Meyer einzugehen- dass jemand versucht mich zu bekehren. Wenn man dazu auch noch Vampire mag, macht es das Buch umso attraktiver. Geschmunzelt habe ich auch über die ein oder andere Anspielung auf die Romane um Lestat den Vampir von Anne Rice, deren Buchreihe ich in diesen Ferien eigentlich auch endlich wieder vom Staub befreien will und die Fragen die sich Sookie über die Vampirwelt stellt.
Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, bin ich am Anfang ziemlich über die amerikanische Umgangssprache und Abkürzungen gestolpert, aber nach dem ersten Kapitel fuchst man sich rein und lernt die Schreibweise von Charlaine Harris zu schätzen. Die Art und Weise, wie sie die Charaktere konstruiert hat, erinnert mich wiederum sehr an Karin Slaughter. Jeder hat in diesem Buch irgendwie "sein Päckchen zu tragen", hat, wie im echten Leben, so seine Ecken und Kanten und an "blütenweiße Westen" ist garnicht zu denken. Das macht die Figuren umso sympathischer.
"Dead until Dark" hätte im Laden vermutlich auch alleine duch das Cover, das mich irgendwie fasziniert, angesprochen, wäre es mir nicht vorher durch xKarenina über den Weg gelaufen.
Die Verfilmung der Bücher finde ich übrigens so schlecht, dass mir die Inhaltsangabe auf Wikipedia gereicht hat. Sie heißt zwar "True Blood", hat gleichnamige Charaktere, murkst mir aber zu sehr an der Geschichte rum, die Darsteller aus der Serie stimmen irgendwie so garnicht mit den Bildern in meinem Kopf überein, sodass ich nicht vorhabe sie mir anzusehen.
Ich war jedenfalls so begeistert, dass der 2. Teil bereits lesebereit auf meinem Schreibtisch liegt und nur darauf wartet, dass ich mit der "Tintenwelt"-Reihe durch bin.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2


Ich bin eben aus dem Kino und vom obligatorischen "McSunday Caramel" zurück und habe mir gedacht, ich gebe gleich mal meine Meinung zum Film ab und gebe mir Mühe nicht zu spoilern.
Im Großen und Ganzen habe ich vom 2. Teil des Filmes einen ähnlichen Eindruck wie vom 2. Teil des Buches. Im Verhältnis dazu, wie langsam der erste Teil Fahrt aufnimmt, ist der zweite Teil sehr schnell vorbei und man fragt sich: "Das wars schon?!". Ich mag die ersten 3 Teile der Reihe am liebsten, finde diesen Teil aber dennoch sehr gelungen.
Mein erster Eindruck war allerdings, dass bis zur Pause sehr viele Hintergründe weggelassen wurden, wie zB die Planung des Einbruches bei Gringotts oder die Geschichte Dumbledores aus der Sicht seines Brudes.
Zu dem Zeitpunkt dachte ich, dass man so versucht hat, der Schlacht um Hogwarts mehr Raum zu geben, aber wenn ich länger darüber nachdenke, war diese eigentlich auch nicht so lang.
Was mir aber aufgefallen ist: Irgendjemand hat sich bei der Gestaltung der Riesen wohl von Peter Jackson und seinen Höhlentrollen aus "Herr der Ringe"inspirieren lassen. Die Ähnlichkeit ist verblüffend.
Auch die Geschichte der "Grauen Dame" und des Diadems hat mir gefehlt. Zum einen, weil ich, wie man vielleicht merkt, die Geschichten der Nebencharaktere auch sehr interessant finde, und zum anderen, weil ich finde, dass es den Inhalt klarer gestalten und Fragen beantworten würde, die sich vielleicht jemand stellen könnte, der die Bücher nicht kennt.
Trotz der düsteren Stimmung ist es gelungen auch kleine Lacher einzubauen. An einer Stelle hatte ich das Gefühl, dass nur Claudi und Ich gelacht haben, da es ein Witz war, der sich auf einen sich durch alle Filme ziehenden "Running-Gag" bezog. Auf der anderen Seite waren einige Szenen auch sehr traurig und können bei Zart-Besaiteten wie mir schon die ein oder andere Träne kullern lassen. Was mich positiv überrascht hat war, dass auch Snapes Geschichte, wenn auch nicht sonderlich intensiv, beleuchtet wurde.
Natürlich wurde an einigen Stellen wieder dramatisiert, überzogen und regte mich zu dem Gedanken: "Im Buch war das aber anders?!" an, aber es wurden auch wieder Dialoge aus dem Buch verwendet, was ich sehr gern mag.
Ach, und man hat Harry und Dumbledore am Ende die Klamotten gelassen. Ich habe mich schon seit dem ersten Lesen gefragt, wie sie die Szene wohl umsetzen wollen...
Ich finde übrigens, dass man sich das Geld für den 3D-Zuschlag sparen kann, es sei denn, man will unbedingt das Gefühl haben, Daniel Radcliffe ins Gesicht packen zu können. Einige fliegende Steine, Menschenmassen die auf mich zugehen und das beklemmende Gefühl auslösen, direkt umgelaufen zu werden und die Schlange sowie der Drachen sind die einzigen Effekte, die-im wahrsten Sinne-ins Auge gesprungen sind. Bei "Fluch der Karibik" fand ich den 3D-Effekt wesentlich besser umgesetzt, obwohl dort auch "echte" Menschen dreidimensional auf die Leinwand zu bringen waren und ich eigentlich kein Freund von 3D bin, da es mich zwingt 2 Brillen übereinander zu tragen, was bei einem Film mit Überlänge anstrengend ist.
Auch gespannt war ich, ob es die "19 Jahre später"-Szene auch zu sehen gibt aber die visuelle Umsetzung hat mich ein wenig enttäuscht, aber auch sehr gut unterhalten^.^
Wir sind geblieben bis der Abspann durchgelaufen war, zum einen in der Hoffnung, dass es noch eine "Hidden Scene" gibt, zum anderen aus Nostalgie. Wir haben beide festgestellt, dass wir die Bücher zu dem Zeitpunkt geschenkt bekommen haben, als wir im selben Alter wie Harry, Ron und Hermine waren, ebenso eine Eule aus Hogwarts hätten bekommen können -ich bin bis heute der Meinung das sich meine nur verflogen hat und gebe die Hoffnung nicht auf- und mit den Abenteuern groß geworden sind. Den ersten Teil mussten mir meine Eltern an Heiligabend wegnehmen, damit ich endlich schlafen gehe und aufhöre zu Lesen! Deshalb ist es zum einen komisch, dass es jetzt endgültig vorbei ist, aber zum aderen hoffe ich, dass die Geschichte um Harry Potter nun wirklich beendet ist, wozu ich auch eine Fortsetzung mit seinem Sohn in der Hauptrolle zähle. Aber es gibt sicherlich noch andere Geschichte aus Hogwarts die erzählt werden müssen.

Dienstag, 12. Juli 2011

Ferien

Die letzten Prüfungen sind geschrieben und inzwischen bin ich auch schon eine Woche wieder bei meinen Eltern und werde jetzt einfach alles, was sich seit März/April auf meinem Blog-Notizzettel angesammelt hat, hintereinander wegschreiben. Nebenbei bastele ich an einem neuen Menü und Layout, aber irgendwie verlässt mich bei der Bildbearbeitung ganz gerne mal die Motivation. Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen, erst wieder zu schreiben, wenn ich alles fertig habe, aber dann schreibe ich wohl nie mehr.
Ich war schon Ende März mit meinem Immer-mal-wieder-und-dann-wieder-doch-nicht-Freund in Bremerhaven. Wir hatten uns zu dem Zeitpunkt mal wieder seit 8 Wochen nicht gesehen und da mir auf der ITB die Vorstellung des Auswandererhauses so gut gefallen hat, habe ich mir gedacht, ich könne mit dem Ausflug zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mit dem Zug waren wir nach knapp 2 1/2h da, durch das Semesterticket auch noch kostenlos. Ich habe mir auch ewig Gedanken gemacht, ob mein Semesterticket auch im ÖPNV in Bremerhaven gilt, bis mir dann im Zug einfiel, dass Bremerhaven ja zu Bremen gehört und somit auch zum Verkehrsverbund Bremen-Niedersachen... Den Gedankengang hätte ich mir aber auch sparen können, da der IMWUDNF zu Fuß gehe wollte, da sein Semesterticket nicht im VBN gilt. Im großen und ganzen ist die Strecke auch zu Fuß bequem machbar, aber nach 1 Woche Messe und in dem Bewusstsein, dass wir ja auch noch durch die Ausstellung laufen werden und den genauen Weg nicht kennen, war ich wenig begeistert davon.

Wir sind dann auch nicht ins Auswandererhaus gegangen, sondern ins "Klimahaus 8° Ost". Dort begibt man sich entlang des 8. Längengrades auf eine Reise durch die ganze Welt, beginnend und endend natürlich in Bremerhaven. Unterwegs lernt man die Kultur, das Leben und vorallem die klimatischen Bedingungen der Schweiz, Italiens und des Wüstenstaates Niger kennen, aber auch den Regenwald in Kamerun und eine Expeditionsstation am Südpol.Über die weißen Strände auf Samoa, die karge Landschaft der Tundra Alaskas und die Wiesen der Hallig Langeneß gelangen wir wieder in heimische Gefilde.
Die Ausstellung erzählt dabei die Geschichten von verschiedenen Menschen und Familien, denen man auf der Reise begegnet, anhand von Texten, nachgebauten Hütten, Kurzfilmen und Audiomaterial. Das besondere der Ausstellung ist aber, dass man das Klima der Region in jedem Raum am eigenen Leib erfährt. Die Luft in der Wüste ist trocken und heiß, im Regenwald schwül, während es am Südpol verdammt kalt war. Schön war auch das große Auquarium, das uns die Unterwasserwelt der Südsee näherbringen sollte. Generell finde ich die Ausstellung sehr kindgerecht gehalten, da es neben den wissenswerten Dingen auch immer wieder kleine Kletterpfade und Experimente gibt. Natürlich bleibt es auch für Erwachsene interessant.
Die Ausstellung mündet dann in einem Bereich, in dem man das Klima und die Elemente durch kleine Experimente kennenlernen kann. Das fand ich weniger interessant, aber für Familien, die das Interesse ihrer Kinder an den Naturwissenschaften wecken wollen, oder Fragen der Kinder zum Wasserkreislauf und Wetter klären wollen, halte ich es sehr sinnvoll. Auch als Wettermoderator kann man sich profilieren. Das dabei entstandene Video bekommt man dann per Mail zugesandt.
Was mir als Abschluss sehr gut gefallen hat, war die Dachterrasse. Der Ausblick auf die Stadt auf der einen, und das Meer auf der anderen Seite war wirklich schön. Generell mochte ich die gesamte Promenade sehr gern und werde mich wohl auch nochmal in den Zoo am Meer und ins Auswandererhaus verirren. Und auf die Lage der Hochschule in Bremerhaven mit Blick aufs Wasser bin ich sehr neidisch.....