
Gestern waren Marie und Ich im Kino um den letzten Teil der "Harry Potter"-Serie zu schauen. Ich bin überrascht, dass ich ihn im Verhältnis zu den anderen Filmen gut fand, allerdings habe ich es auch nicht, wie bei allen anderen Verfilmungen zuvor, geschafft nocheinmal das entsprechende Buch zu lesen. Ich hatte es 2007 vermutlich das letzte Mal in der Hand und werde es jetzt wohl nocheinmal lesen und bin gespannt, ob ich meine Meinung dann festigen kann.
Eigentlich war ich bisher dagegen den Film in zwei Teile zu unterteilen, nun denke ich, dass dem Buch nichts besseres passieren konnte. Ich kann zumindest nicht sagen, dass wieder viel zu viel weggelassen wurde. Außerdem kenne ich ja das Buch und weiß wie es weitergeht, anders als z.B. bei "Fluch der Karibik 2", wo mich das offene Ende und ein Jahr Wartezeit sehr irritiert haben:) Ich vermute, dass das Buch jetzt nocheinmal ein neues Absatzhoch erleben wird.
Grundsätzlich bietet es sich wahrscheinlich an, die Bücher zu kennen, da wir Leute neben uns sitzen hatten, die irgendwann fragten "Wer war nochmal Dumbledore?!", um sich eben nicht von den Namen verwirren zu lassen. Neben mir saß eine Frau, der der Film anscheinend sehr nahe ging, da sie bei jeder halbwegs spannenden Szene "Oh, nein,","Vorsicht" und ähnliches vor sich hin murmelte, was mich nur zu dem Gedankengang führte, ob es denn Sinn macht, dass die Hauptfigur nach 10 Minuten Spielzeit schon stirbt. Sie weinte auch an mehreren Stellen...
Ich glaube, obwohl ich bisher kein großer Freund von 3d-Filmen war,dass ich mir den Film auch nocheinmal in 3D ansehen werde,wenn der denn erschienen ist, denn entgegen der amerikanischen Trailer, die schon sehr lange auf youtube kursierten, wurde die 3D-Version aufgrund mangelnder Zeit zur vernünftigen Nachbearbeitung auf das kommende Jahr verschoben. Bei manchen Szenen wage ich aber jetzt schon zu behaupten, dass es ein sehr matschiges Filmerlebnis werden könnte, weil sich die Blickwinkel so schnell ändern, dass man keine Chance hat einen Fluchtpunkt zu finden, bevor die Kamera weiterblendet, was mich bei der "Alice im Wunderland"-Verfilmung von Tim Burton sehr störte. Oder aber es wird so gut umgesetzt, dass ich das Gefühl habe mitzulaufen. Bei vielen Szenen konnte man die klare Ausprägung auf 3D aber auch schon erahnen, so stieg meiner Meinung nach die Anzahl an Szenen, in denen Dinge auf mich zufliegen, oder die Schlange nach der Kamera schnappt.
Besonders schön fand ich die Szene, in der Hermine aus dem Märchenbuch um "Beedle den Barden" vorliest, da mich die grafische Umsetzung sehr an "Nightmare before Christmas" erinnerte.
Die 20 Euro, die mich der Film mitsamt Überlängenzuschlag, Popcorn und Getränk gekostet haben, waren definitiv gut investiert, wie ich finde.
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