Freitag, 11. Februar 2011

Karin Slaughter - Broken


"Broken" ist der 8. Teil der Buchreihe um die frühere Gerichtsmedizinerin und Kinderärztin Sara Linton, der auf Deutsch -meines Wissens nach- noch nicht erschienen ist.
Die Geschichte beginnt mit dem Fund einer Mädchenleiche am Grund eines Sees. Zuerst geht das Team der Grant County Polizei von Selbstmord aus, doch bald stellt sich heraus, dass sie sich die Stichwunde am Hals nicht selbst zugefügt haben kann. Ein möglicher Mörder wird schnell gefunden, doch hat Sara berechtigte Zweifel, dass der verhaftete Junge das Opfer umgebracht hat. Bevor sie das aber beweisen kann, bringt sich dieser in Gefangenschaft selber um, sodass Sara sich Hilfe vom GBI-Agenten Will Trent holt, um die Mordserie aufzuklären, da sie sich sicher ist, dass sie der Polizei in ihrem früheren Heimatort nicht mehr vertrauen kann. Noch bevor Sara und Will zu ermitteln beginnen, gibt es ein neues Opfer.
Die Romane von Karin Slaughter haben für mich all das, was mir inzwischen bei Patricia Cornwell fehlt. Anders als die "Kay Scarpetta"-Romane, schaffen es diese mich zu fesseln. Sie sind spannend, ohne mir zu viel zu verraten. In diesem Buch habe ich bis zum Ende geglaubt jemand anderer sei der Mörder, und so muss das ja sein.
Was ich auch sehr mag ist, dass die Charaktere nicht so aalglatt sind. Die Hauptperson ist eigentlich Kinderärztin, die nebenbei den Posten der Gerichtsmedizinerin übernommen hat. Der Agent leidet an Lese-Rechtschreibschwäche, was er aber sein Leben lang sehr gut verbergen konnte. Und das sind nur einige wenige Fehler.
Ich mochte den Schreibstil schon auf Deutsch, auf Englisch finde ich ihn noch besser. Ich wollte irgendwann nicht mehr warten, bis die Bücher auf Deutsch und als Pappeinband/Brochure erschienen, um auch noch ein Paar Euro zu sparen, und kam in London vor knapp 2 Jahren spontan auf die Idee eine Buchhandlung zu stürmen und verbrachte die restlichen Sonnenstunden lesend auf dem Trafalgar Square.
Slaughter hält sich nicht mit ewiglangen und komplexen Obduktionsberichten auf, sondern beschränkt es auf das nötigste, was das lesen besonders auf Englisch erleichtert und man nicht das Gefühl bekommt, dass einem 1-2 Semester Medizin, sowie Psychologie nicht schaden könnten, um zu verstehen, was mir gerade erzählt wird.
Dieses Mal fand ich den Einstieg ein wenig schleppend, was aber daran liegt, dass Slaughter auf den ersten Seiten nocheinmal die vergangenen Jahre revue passieren lässt, was gut ist, wenn man neu in die Serie einsteigt, oder aber 2 Jahre auf das neue Buch warten musste, und ein wenig unschlüssig ist, was in den vergangenen Büchern passiert ist. Ich habe den letzten Slaughter-Roman vor ca. 2 Monaten gelesen und wusste noch was passiert ist und war kurz genervt, aber das verflog sehr schnell!
Die richtige Reihenfolge der Bücher sowie die deutschen Titel sind hier zu finden.

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