Dienstag, 12. Juli 2011

Ferien

Die letzten Prüfungen sind geschrieben und inzwischen bin ich auch schon eine Woche wieder bei meinen Eltern und werde jetzt einfach alles, was sich seit März/April auf meinem Blog-Notizzettel angesammelt hat, hintereinander wegschreiben. Nebenbei bastele ich an einem neuen Menü und Layout, aber irgendwie verlässt mich bei der Bildbearbeitung ganz gerne mal die Motivation. Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen, erst wieder zu schreiben, wenn ich alles fertig habe, aber dann schreibe ich wohl nie mehr.
Ich war schon Ende März mit meinem Immer-mal-wieder-und-dann-wieder-doch-nicht-Freund in Bremerhaven. Wir hatten uns zu dem Zeitpunkt mal wieder seit 8 Wochen nicht gesehen und da mir auf der ITB die Vorstellung des Auswandererhauses so gut gefallen hat, habe ich mir gedacht, ich könne mit dem Ausflug zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mit dem Zug waren wir nach knapp 2 1/2h da, durch das Semesterticket auch noch kostenlos. Ich habe mir auch ewig Gedanken gemacht, ob mein Semesterticket auch im ÖPNV in Bremerhaven gilt, bis mir dann im Zug einfiel, dass Bremerhaven ja zu Bremen gehört und somit auch zum Verkehrsverbund Bremen-Niedersachen... Den Gedankengang hätte ich mir aber auch sparen können, da der IMWUDNF zu Fuß gehe wollte, da sein Semesterticket nicht im VBN gilt. Im großen und ganzen ist die Strecke auch zu Fuß bequem machbar, aber nach 1 Woche Messe und in dem Bewusstsein, dass wir ja auch noch durch die Ausstellung laufen werden und den genauen Weg nicht kennen, war ich wenig begeistert davon.

Wir sind dann auch nicht ins Auswandererhaus gegangen, sondern ins "Klimahaus 8° Ost". Dort begibt man sich entlang des 8. Längengrades auf eine Reise durch die ganze Welt, beginnend und endend natürlich in Bremerhaven. Unterwegs lernt man die Kultur, das Leben und vorallem die klimatischen Bedingungen der Schweiz, Italiens und des Wüstenstaates Niger kennen, aber auch den Regenwald in Kamerun und eine Expeditionsstation am Südpol.Über die weißen Strände auf Samoa, die karge Landschaft der Tundra Alaskas und die Wiesen der Hallig Langeneß gelangen wir wieder in heimische Gefilde.
Die Ausstellung erzählt dabei die Geschichten von verschiedenen Menschen und Familien, denen man auf der Reise begegnet, anhand von Texten, nachgebauten Hütten, Kurzfilmen und Audiomaterial. Das besondere der Ausstellung ist aber, dass man das Klima der Region in jedem Raum am eigenen Leib erfährt. Die Luft in der Wüste ist trocken und heiß, im Regenwald schwül, während es am Südpol verdammt kalt war. Schön war auch das große Auquarium, das uns die Unterwasserwelt der Südsee näherbringen sollte. Generell finde ich die Ausstellung sehr kindgerecht gehalten, da es neben den wissenswerten Dingen auch immer wieder kleine Kletterpfade und Experimente gibt. Natürlich bleibt es auch für Erwachsene interessant.
Die Ausstellung mündet dann in einem Bereich, in dem man das Klima und die Elemente durch kleine Experimente kennenlernen kann. Das fand ich weniger interessant, aber für Familien, die das Interesse ihrer Kinder an den Naturwissenschaften wecken wollen, oder Fragen der Kinder zum Wasserkreislauf und Wetter klären wollen, halte ich es sehr sinnvoll. Auch als Wettermoderator kann man sich profilieren. Das dabei entstandene Video bekommt man dann per Mail zugesandt.
Was mir als Abschluss sehr gut gefallen hat, war die Dachterrasse. Der Ausblick auf die Stadt auf der einen, und das Meer auf der anderen Seite war wirklich schön. Generell mochte ich die gesamte Promenade sehr gern und werde mich wohl auch nochmal in den Zoo am Meer und ins Auswandererhaus verirren. Und auf die Lage der Hochschule in Bremerhaven mit Blick aufs Wasser bin ich sehr neidisch.....

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