Dienstag, 30. August 2011

Mein erstes Trnd-Projekt


Als meine Mitbewohnerin vor einiger Zeit 2x3 6er Packs "Gerolsteiner" zugeschickt bekommen hat, bin ich das erste mal wirklich neugierig geworden, wie sie denn daran gekommen ist.
Sie erklärte mir dann, dass sie bei einem privaten Marktforschungsunternehmen namens "Trnd" als Produkttesterin angemeldet sei und schickte mir eine Einladung. Nachdem ich einige Angaben zu mir gemacht hatte, stand das Ausfüllen verschiedenster Umfragen zu Themen wie Zahnpflege, Sport, Essen & Trinken oder Büchern an. Ich warte schon sehnsüchtig auf das Buchprojekt! Beim Ausfüllen dieser Umfrage habe ich mir wahrscheinlich am meisten Mühe gegeben und wehe ich passe nicht in die Zielgruppe!
In regelmäßigen Abständen werden dann gemeinsam mit verschiedensten großen Unternehmen Projekte gestartet, zuletzt für die neuen Fertigkuchen von Dr.Oetker (blanker Neid auf alle die Testen durften), Vitacola ohne Zitronenaroma (Sinn?!), eine neue Hautpflegeserie von Eucerin,für die ich zwar ein Ticket hatte,aber leider dann doch nicht die Zielgruppe erfüllt habe. Aber auch elektronische Geräte stehen auf dem Prüfstand wie ein neuer Fernseher von Samsung oder eben das aktuelle Blackberry-Projekt an dem auch ich teilnehmen darf ^.^
Das Projekt wird gemeinsam von Vodafone und Blackberry durchgeführt, wobei es sich um das "BlackBerry Curve 8520" in Kombination mit dem Vodafone Prepaid-Tarif -also ohne einen festen Vertrag abzuschließen- geht. Der Clue an der Sache: Ich bekomme nicht nur ein Handy zugeschickt, sondern drei, von denen ich zwei an Freunde und Verwandte geben soll.
Ich habe mir das für meine eigene,kleine Marktforschung so vorgestellt, dass ein Handy an eines meiner Elternteile geht, als späte Einsteiger in den Smartphone-Bereich, die aber dennoch das Internet nutzen und langjährige Vodafone Kunden sind, und das andere an meinen Freund,den ich als heavy-user bezeichnen würde und der einen Vertrag bei T-Mobile hat. Seine erste Frage bei mir ist grundsätzlich, ob er mal an meinen Laptop darf-facebook checken. Dann ist er auch erstmal die nächsten 30 Minuten beschäftigt. Ich selber stehe irgendwo dazwischen:Ich informiere mich alle 2 Jahre-also immer dann wenn mein Vertrag verlängert werden müsste-über aktuelle Trends in der Mobilfunkwelt, weiß, welche Eigenschaften ich haben will, bin aber auch Neuerungen gegenüber offen und halte es als Studentin noch für eine nette Spielerei immer und überall online sein zu können,da ich noch keine großartigen Verpflichtungen habe, es sei denn mein Zug hat mal wieder Verspätung und ich muss sehen wie ich weiterkomme. Was meinen Vertrag angeht, so wurde mir Vodafone in letzter Zeit viel zu teuer und somit denke ich über einen Anbieterwechsel im nächsten Jahr nach. Mal wieder ein Prepaid-system auszuprobieren halte ich aber für eine interessante Alternative.
Eine kleine Aufgabe habe ich dennoch: Ich soll regelmäßig Testberichte verfassen und die Mundpropaganda-Werbetrommel rühren. Deshalb werde ich als nächstes mit dem ersten Eindruck starten und diesen im Zeitverlauf immer wieder aktualisieren, einen Vergleich meines LG´s mit dem Blackberry machen, sowie in diesem Zusammenhang eine kleine Handygenealogie anlegen und meine Erfahrungen mit Vodafone würde ich auch gerne teilen.
Eigentlich gab es auch die Option eine Videoreportage zu machen, aber dazu fehlt mir bisher noch der Mumm^.^

Donnerstag, 21. Juli 2011

Haare ab!

Ich habe in einem anderen Post ja schonmal darüber berichtet, dass mir durch die Schuppenflechte die Haare ausgefallen sind. Bis zu den Prüfungen hatte ich das Gefühl, ich hätte alles wieder in den Griff bekommen, jetzt ist sie wieder zurück. Also fange ich wieder von vorne an mit den vierstündigen Prozeduren und begebe mich Dienstag nochmal zum Hautarzt,was im Heimatort allerdings etwas schwieriger ist, da hier 2 Ärzte auf 40000 Einwohner, zuzüglich aller Dörfer in der Umgebung, kommen. Ich richte mich schon auf laaaange Wartezeiten ein.
Da meine Haare inzwischen in den Längen sichtbar dünner und kaputter geworden sind, quasi noch toter als Haare ohnehin sind, habe ich mir heute ganz spontan die Haare abschneiden lassen. Ich fand seit einiger Zeit schon die Frisur von Keira Knightley im 2011er "Chanel Coco Mademoiselle"-Werbespot sehr cool,aber ich wollte ja immer ganz lange Haare und theoretisch kam ich dem Ziel auch schon recht Nahe, aber in den letzten 2 Monaten sahen sie nach nichts mehr aus. Entgegen der vielen verschiedenen, wundervoll klingenden Versprechen der Shampoowerbungen hilft bei kaputten,dünnen Haaren nur abschneiden. Man mag vorbeugen können,aber was hin ist, ist hin und wird höchstens mit Hilfe von Silikonen wieder dazugebracht zumindest nett auszusehen.
Als ich heute meine Oma vom Friseur abholen sollte, wurde ich quasi überrumpelt. Die Friseuse, die meiner Oma die Haare macht, ist seit Jahren mit meinen Eltern befreundet, hatte gerade etwas Luft bis zum nächsten Kunden und rieb mir alle Schäden meiner Haare und meiner Kopfhaut unter die Nase. Ich brauche sonst ewig für die Entscheidung zum Friseur zu gehen,selbst wenn es nur um die Spitzen geht, äußerte dieses mal kaum sitzend meinen Wunsch nach einem "asymmetrischen, kinnlangen Bob ohne Pony und jetzt habe ich endlich wieder eine Frisur. Was noch viel wichtiger ist: Ich habe das Gefühl, dass ich wieder Haare habe und kann meine Kopfhaut nicht mehr durchscheinen sehen, was mich so glücklich macht, wie wahrscheinlich noch keine Frisur bisher.
Hier einmal die Inspiration:


Fotos des Ergebnisses liefere ich nach, sollte die neue Kamera so ankommen, dass meine Haare noch nach Friseur aussehen-Danke, Christian für den Tipp! Es wird die Canon^.^

Freitag, 15. Juli 2011

Charlaine Harris - Dead until Dark


Mit "Dead until Dark", dem ersten Teil der "True Blood"-Serie, habe ich mich nach der "Breaking Dawn"-Pleite wieder an das Vampirgenre gewagt. Es hat mich aber wieder recht versöhnlich gestimmt.

Harris erzählt die Geschichte von Sookie Stackhouse, einer Kellnerin in der fiktiven amerikanischen Kleinstadt Bon Temps. Das Besondere an der Welt in den Stackhouse-Romanen ist, dass Vampire nicht länger im verborgenen vegetieren, sondern, zumindest Nachts, unter den Menschen leben, da inzwischen synthetisches Blut entwickelt wurde, überall verkauft wird und den Menschen nicht mehr zwingend zur Nahrungsquelle macht.
Auch Sookie selber ist alles andere als normal. Sie kann die Gedanken aller Menschen in ihrer Umgebung lesen, was ihr Leben alles andere als einfach gestaltet, weswegen sie ihre Zeit hauptsächlich mit ihrer ziemlich coolen Großmutter, ihrem Bruder und einer Kollegin aus der Bar verbringt-die Einzigen, die sie zumindest als halbwegs normal akzeptieren.
Der Erste, dessen Gedanken sie nicht lesen kann, ist der Vampir Bill, der eines Tages in der Bar auftaucht, in der sie arbeitet. Nachdem Sookie Bill vor einem Gauner-Paar rettet und dieser wiederum Sookie vor der Rache des Paares schützt, entwickelt sich zwischen den Beiden eine innige Beziehung.
Zeitgleich mit Bills Auftauchen erschüttert aber auch eine Mordserie die Kleinstadtidylle und somit auch Sookies Gefühlswelt.

Über "Dead until Dark" habe ich vorm Lesen schon einiges gehört, was von "Twilight für Erwachsene" bis hin zum "Vampirporno" reicht, und alles stimmt irgendwie zu. Dennoch ist es nicht so vorhersehbar wie Twilight. Es hat mich auch dazu gebracht, bis nachts um 2 zu lesen, aber dieses mal, weil es endlich wieder ein Buch war, dass ich zu Ende lesen wollte, weil ich eh nicht hätte schlafen können, bevor ich nicht weiß wie es ausgeht. Bis 20 Seiten vor Schluss wusste ich nicht, wer der Mörder ist, hätte nicht sagen können, wie es ausgeht und saß am Ende dann doch da und dachte "Näh! Das hätt´ich nicht erwartet...!- ein Gedanke, der mir allerdings nicht nur am Ende kam. Zum Teil litt ich wirklch mit den Charakteren-das macht doch ein gutes Buch aus!
Genau diese Mischung aus Romantik, Freundschaft und Erotik auf der einen, Blut und Thriller auf der anderen Seite, finde ich sehr lesenswert, besonders weil ich nicht das beklemmende Gefühl habe -um auf den Vergleich mit den Romanen von Stephenie Meyer einzugehen- dass jemand versucht mich zu bekehren. Wenn man dazu auch noch Vampire mag, macht es das Buch umso attraktiver. Geschmunzelt habe ich auch über die ein oder andere Anspielung auf die Romane um Lestat den Vampir von Anne Rice, deren Buchreihe ich in diesen Ferien eigentlich auch endlich wieder vom Staub befreien will und die Fragen die sich Sookie über die Vampirwelt stellt.
Da ich das Buch auf Englisch gelesen habe, bin ich am Anfang ziemlich über die amerikanische Umgangssprache und Abkürzungen gestolpert, aber nach dem ersten Kapitel fuchst man sich rein und lernt die Schreibweise von Charlaine Harris zu schätzen. Die Art und Weise, wie sie die Charaktere konstruiert hat, erinnert mich wiederum sehr an Karin Slaughter. Jeder hat in diesem Buch irgendwie "sein Päckchen zu tragen", hat, wie im echten Leben, so seine Ecken und Kanten und an "blütenweiße Westen" ist garnicht zu denken. Das macht die Figuren umso sympathischer.
"Dead until Dark" hätte im Laden vermutlich auch alleine duch das Cover, das mich irgendwie fasziniert, angesprochen, wäre es mir nicht vorher durch xKarenina über den Weg gelaufen.
Die Verfilmung der Bücher finde ich übrigens so schlecht, dass mir die Inhaltsangabe auf Wikipedia gereicht hat. Sie heißt zwar "True Blood", hat gleichnamige Charaktere, murkst mir aber zu sehr an der Geschichte rum, die Darsteller aus der Serie stimmen irgendwie so garnicht mit den Bildern in meinem Kopf überein, sodass ich nicht vorhabe sie mir anzusehen.
Ich war jedenfalls so begeistert, dass der 2. Teil bereits lesebereit auf meinem Schreibtisch liegt und nur darauf wartet, dass ich mit der "Tintenwelt"-Reihe durch bin.

Donnerstag, 14. Juli 2011

Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2


Ich bin eben aus dem Kino und vom obligatorischen "McSunday Caramel" zurück und habe mir gedacht, ich gebe gleich mal meine Meinung zum Film ab und gebe mir Mühe nicht zu spoilern.
Im Großen und Ganzen habe ich vom 2. Teil des Filmes einen ähnlichen Eindruck wie vom 2. Teil des Buches. Im Verhältnis dazu, wie langsam der erste Teil Fahrt aufnimmt, ist der zweite Teil sehr schnell vorbei und man fragt sich: "Das wars schon?!". Ich mag die ersten 3 Teile der Reihe am liebsten, finde diesen Teil aber dennoch sehr gelungen.
Mein erster Eindruck war allerdings, dass bis zur Pause sehr viele Hintergründe weggelassen wurden, wie zB die Planung des Einbruches bei Gringotts oder die Geschichte Dumbledores aus der Sicht seines Brudes.
Zu dem Zeitpunkt dachte ich, dass man so versucht hat, der Schlacht um Hogwarts mehr Raum zu geben, aber wenn ich länger darüber nachdenke, war diese eigentlich auch nicht so lang.
Was mir aber aufgefallen ist: Irgendjemand hat sich bei der Gestaltung der Riesen wohl von Peter Jackson und seinen Höhlentrollen aus "Herr der Ringe"inspirieren lassen. Die Ähnlichkeit ist verblüffend.
Auch die Geschichte der "Grauen Dame" und des Diadems hat mir gefehlt. Zum einen, weil ich, wie man vielleicht merkt, die Geschichten der Nebencharaktere auch sehr interessant finde, und zum anderen, weil ich finde, dass es den Inhalt klarer gestalten und Fragen beantworten würde, die sich vielleicht jemand stellen könnte, der die Bücher nicht kennt.
Trotz der düsteren Stimmung ist es gelungen auch kleine Lacher einzubauen. An einer Stelle hatte ich das Gefühl, dass nur Claudi und Ich gelacht haben, da es ein Witz war, der sich auf einen sich durch alle Filme ziehenden "Running-Gag" bezog. Auf der anderen Seite waren einige Szenen auch sehr traurig und können bei Zart-Besaiteten wie mir schon die ein oder andere Träne kullern lassen. Was mich positiv überrascht hat war, dass auch Snapes Geschichte, wenn auch nicht sonderlich intensiv, beleuchtet wurde.
Natürlich wurde an einigen Stellen wieder dramatisiert, überzogen und regte mich zu dem Gedanken: "Im Buch war das aber anders?!" an, aber es wurden auch wieder Dialoge aus dem Buch verwendet, was ich sehr gern mag.
Ach, und man hat Harry und Dumbledore am Ende die Klamotten gelassen. Ich habe mich schon seit dem ersten Lesen gefragt, wie sie die Szene wohl umsetzen wollen...
Ich finde übrigens, dass man sich das Geld für den 3D-Zuschlag sparen kann, es sei denn, man will unbedingt das Gefühl haben, Daniel Radcliffe ins Gesicht packen zu können. Einige fliegende Steine, Menschenmassen die auf mich zugehen und das beklemmende Gefühl auslösen, direkt umgelaufen zu werden und die Schlange sowie der Drachen sind die einzigen Effekte, die-im wahrsten Sinne-ins Auge gesprungen sind. Bei "Fluch der Karibik" fand ich den 3D-Effekt wesentlich besser umgesetzt, obwohl dort auch "echte" Menschen dreidimensional auf die Leinwand zu bringen waren und ich eigentlich kein Freund von 3D bin, da es mich zwingt 2 Brillen übereinander zu tragen, was bei einem Film mit Überlänge anstrengend ist.
Auch gespannt war ich, ob es die "19 Jahre später"-Szene auch zu sehen gibt aber die visuelle Umsetzung hat mich ein wenig enttäuscht, aber auch sehr gut unterhalten^.^
Wir sind geblieben bis der Abspann durchgelaufen war, zum einen in der Hoffnung, dass es noch eine "Hidden Scene" gibt, zum anderen aus Nostalgie. Wir haben beide festgestellt, dass wir die Bücher zu dem Zeitpunkt geschenkt bekommen haben, als wir im selben Alter wie Harry, Ron und Hermine waren, ebenso eine Eule aus Hogwarts hätten bekommen können -ich bin bis heute der Meinung das sich meine nur verflogen hat und gebe die Hoffnung nicht auf- und mit den Abenteuern groß geworden sind. Den ersten Teil mussten mir meine Eltern an Heiligabend wegnehmen, damit ich endlich schlafen gehe und aufhöre zu Lesen! Deshalb ist es zum einen komisch, dass es jetzt endgültig vorbei ist, aber zum aderen hoffe ich, dass die Geschichte um Harry Potter nun wirklich beendet ist, wozu ich auch eine Fortsetzung mit seinem Sohn in der Hauptrolle zähle. Aber es gibt sicherlich noch andere Geschichte aus Hogwarts die erzählt werden müssen.

Dienstag, 12. Juli 2011

Ferien

Die letzten Prüfungen sind geschrieben und inzwischen bin ich auch schon eine Woche wieder bei meinen Eltern und werde jetzt einfach alles, was sich seit März/April auf meinem Blog-Notizzettel angesammelt hat, hintereinander wegschreiben. Nebenbei bastele ich an einem neuen Menü und Layout, aber irgendwie verlässt mich bei der Bildbearbeitung ganz gerne mal die Motivation. Eigentlich hatte ich mir auch vorgenommen, erst wieder zu schreiben, wenn ich alles fertig habe, aber dann schreibe ich wohl nie mehr.
Ich war schon Ende März mit meinem Immer-mal-wieder-und-dann-wieder-doch-nicht-Freund in Bremerhaven. Wir hatten uns zu dem Zeitpunkt mal wieder seit 8 Wochen nicht gesehen und da mir auf der ITB die Vorstellung des Auswandererhauses so gut gefallen hat, habe ich mir gedacht, ich könne mit dem Ausflug zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Mit dem Zug waren wir nach knapp 2 1/2h da, durch das Semesterticket auch noch kostenlos. Ich habe mir auch ewig Gedanken gemacht, ob mein Semesterticket auch im ÖPNV in Bremerhaven gilt, bis mir dann im Zug einfiel, dass Bremerhaven ja zu Bremen gehört und somit auch zum Verkehrsverbund Bremen-Niedersachen... Den Gedankengang hätte ich mir aber auch sparen können, da der IMWUDNF zu Fuß gehe wollte, da sein Semesterticket nicht im VBN gilt. Im großen und ganzen ist die Strecke auch zu Fuß bequem machbar, aber nach 1 Woche Messe und in dem Bewusstsein, dass wir ja auch noch durch die Ausstellung laufen werden und den genauen Weg nicht kennen, war ich wenig begeistert davon.

Wir sind dann auch nicht ins Auswandererhaus gegangen, sondern ins "Klimahaus 8° Ost". Dort begibt man sich entlang des 8. Längengrades auf eine Reise durch die ganze Welt, beginnend und endend natürlich in Bremerhaven. Unterwegs lernt man die Kultur, das Leben und vorallem die klimatischen Bedingungen der Schweiz, Italiens und des Wüstenstaates Niger kennen, aber auch den Regenwald in Kamerun und eine Expeditionsstation am Südpol.Über die weißen Strände auf Samoa, die karge Landschaft der Tundra Alaskas und die Wiesen der Hallig Langeneß gelangen wir wieder in heimische Gefilde.
Die Ausstellung erzählt dabei die Geschichten von verschiedenen Menschen und Familien, denen man auf der Reise begegnet, anhand von Texten, nachgebauten Hütten, Kurzfilmen und Audiomaterial. Das besondere der Ausstellung ist aber, dass man das Klima der Region in jedem Raum am eigenen Leib erfährt. Die Luft in der Wüste ist trocken und heiß, im Regenwald schwül, während es am Südpol verdammt kalt war. Schön war auch das große Auquarium, das uns die Unterwasserwelt der Südsee näherbringen sollte. Generell finde ich die Ausstellung sehr kindgerecht gehalten, da es neben den wissenswerten Dingen auch immer wieder kleine Kletterpfade und Experimente gibt. Natürlich bleibt es auch für Erwachsene interessant.
Die Ausstellung mündet dann in einem Bereich, in dem man das Klima und die Elemente durch kleine Experimente kennenlernen kann. Das fand ich weniger interessant, aber für Familien, die das Interesse ihrer Kinder an den Naturwissenschaften wecken wollen, oder Fragen der Kinder zum Wasserkreislauf und Wetter klären wollen, halte ich es sehr sinnvoll. Auch als Wettermoderator kann man sich profilieren. Das dabei entstandene Video bekommt man dann per Mail zugesandt.
Was mir als Abschluss sehr gut gefallen hat, war die Dachterrasse. Der Ausblick auf die Stadt auf der einen, und das Meer auf der anderen Seite war wirklich schön. Generell mochte ich die gesamte Promenade sehr gern und werde mich wohl auch nochmal in den Zoo am Meer und ins Auswandererhaus verirren. Und auf die Lage der Hochschule in Bremerhaven mit Blick aufs Wasser bin ich sehr neidisch.....

Freitag, 27. Mai 2011

Haarige Angelegenheit

Nein, EHEC hat mich nicht dahingerafft, auch wenn ich in Norddeutschland lebe.
Ein ganz anderes Thema hatte in den letzten 2 Blogfreien Monaten mein Gehirn erobert.
Ich habe mir im Februar die Haare braun färben lassen, davon hatte ich ja kurz berichtet, musste nach dem 2. Mal Färben im März feststellen, dass die ganze Färberei wohl eine dumme Idee gewesen ist. Mir gingen daraufhin nämlich die Haare aus.
Ich habe jetzt keine Glatze oder so, aber wenn ich ungeschickt kämme, habe ich am Hinterkopf eine kahle Stelle, und auch an den Seiten und dem Pony ist es in letzter Zeit dünner geworden, was man aber durch das lange Deckhaare auch erst sieht, wenn man dieses anhebt.
Da ich bei meinen Konsultationen von Dr. Google und Dr. Wikipedia schon so ziemlich alle Krankheiten hatte, dachte ich, dass ich meine Erfahrungen einfach mal hier ausbreite-wird nicht eklig-keine Angst.
Ich gehe für alles was mit meinen Haaren zu tun hat grundsätzlich zum Friseur. Früher zu einem kleinen, privaten Salon im Nachbardorf, seit meine Lieblingsfriseuse, die die beste auf der ganzen Welt war, aber selber eine Allergie gegen die ganze Chemie entwickelt hat und den Beruf aufgeben musste, gehe ich zu einer Kette, die in ganz Deutschland Filialen hat und mit der ich bisher im großen und ganzen auch zufrieden war.
Ich lasse meine Haare seit ich ungefähr 13 bin blond strähnen, mal mehr, mal weniger, hatte auch nie Probleme.
ich denke ganz unschuldig bin ich an der ganzen Problematik nicht, da ich meine Haare sonst immer nur im Abstand von 6 Monaten habe blondieren lassen, dieses Mal aber in ungefähr 8 Monaten 3x zum färben war, davon 2x in Abstand von 4 Wochen die "volle Dröhnung" Farbe bekommen habe, da man mit Foliensträhnen nur die Haare selber ärgert, jedoch nicht die Kopfhaut.
Nach dem 1. Färben hatte ich schon sehr gereizte, rote Kopfhaut und Schuppen, was ich mit Babycreme, da das ganze sich bis an den Hals zog, Babyöl und Schuppenshampoo aber zumindest soweit ich es sehen konnte, ganz gut in den Griff bekommen hatte.
Dabei musste ich übrigens feststellen, dass das Alverde-Shampoo mit Heilerde absoluter Mist ist, da es die Kopfhaut nur noch mehr austrocknet. Selbiges gilt für den Alverde Schaumfestiger, da dort als Konservierungsmittel Alkohol enthalten ist, was bei trockener Kopfhaut total toll ist. Ich kam nämlich auf die fixe Idee, dass ich mit Naturkosmetik meinen Haaren etwas Gutes tun könnte-nicht.
Das 2. Färben gab mir eigentlich von vorneherein zu denken. Während meine Friseuse die Farbe anmischte, erzählte sie mir, dass sie neue Farben hätten und schon eine Kundin mit geschundener Kopfhaut wiederkam und sich beschwerte und auch 2 Kolleginnen, sie eingeschlossen, Probleme nach dem Färben bekamen. Das war der Punkt an dem ich meinte, ich könne auch in 4 Wochen wiederkommen, wenn man wüsste, wie man die Farbe dosieren soll. Sie winkte ab und meinte, dass die Damen die Haare blondieren ließen und beim Färben bisher keine Probleme aufgetreten sind. Allerdings machte sie mich darauf aufmerksam, dass ich eine kaputte Stelle auf der Kopfhaut hätte und mir mal Schuppenshampoo kaufen solle. Da hatte sie die Farbe auch schon drauf.
Im Nachhinein fiel mir dann ein,dass ich eine ähnliche Situation schonmal hatte. Meine damalige Friseuse färbte mir die Haare allerdings nicht, sondern empfahl mir das ganze abheilen zu lassen und in 4 Wochen wiederzukommen,wenn ich meine Haare mag.
Das ganze ging also wieder los, stärker als vorher, was ich aber sehr gut ignorieren konnte, bis mich meine Mutti an Ostern darauf aufmerksam machte und ich es nicht mehr ignorieren konnte.
Also habe ich nach 4 Wochen die Muße aufgebracht mich erst zum Allgemeinmediziner und mit der Überweisung in der Hand zum Hautarzt zu bewegen, wo ich überraschenderweise nach nur 45 Minuten Wartezeit und ohne Termin drankam. Denn das war vorher meine Ausrede: Erst wartet man 3 Monate auf einen Termin, dann 4h bis man drankommt, wenn man drankommt.
Diagnose: Schuppenflechte. Das würden wir aber wieder hinbekommen, da es sich dabei um eine Reaktion meiner Kopfhaut handele, die sie zeigt, wenn man sie zu sehr ärgert-was ich ja sehr erfolgreich getan habe. Er verschrieb mir dann eine Art Cremeshampoo, dass ich Scheitel für Scheitel auf die Kopfhaut auftragen sollte und nach 5-10 Tagen sollte ich schon merken, dass es besser wird.
Das Ganze ist jetzt knapp 4 Wochen her und bis auf eine kleine Stelle, an der ich anscheinend immer vorbei gearbeitet habe, geht es meiner Kopfhaut wieder gut. Ich verzichte momentan aber auch auf sämtliche Stylingprodukte und das Föhnen und nehme, da das Cremeshampoo 4 Stunden einwirken muss und ich es auch nur noch alle 2-3 Haarwäschen anwenden muss, ein Urea-Shampoo von Isana. Das hat mir der Hautarzt auch empfohlen, um mir die 10 Euro für die Apothekenvariante von eucerin zu ersparen. Auch versuche ich die Haare seltener und nur mit lauwarmem bis leicht kaltem Wasser zu Waschen und brauche momentan fürs Haare kämmen gut 20 Minuten, weil ich auch dabei ganz vorsichtig Strähnchen für Strähnchen und ohne zu reißen versuche durchzukommen.
Die Lektion für mich dabei ist definitiv Selbstversuche und die Konsultation von Dr. Google zu vermeiden und stattdessen direkt zum Arzt zu gehen. Bisher habe ich mir auch vorgenommen Mitte Juni nocheinmal hinzugehen, zum einen zur Nachkontrolle und zum anderen für einen Allergietest.
Und Friseurbesuche sind bis auf weiteres auch erstmal Tabu!
Ich verliere definitv weniger Haare,als vor dem Arztbesuch, was ein gutes Zeichen ist, und hoffe, dass ich mich dem "grünen" Bereich wieder annähere. Muss eben nur alles nachwachsen-und das dauert-.-

Dienstag, 12. April 2011

Den Richtigen finden...Pt.I

Ich habe heute meinen gesamten Tag in Probevorlesungen zum Thema Handel und E-commerce verbracht, bin länger geblieben, als ich müsste, und werde morgen nicht wie ich es eigentlich jeden Mittwoch tun könnte, bis 12.00h schlafen, sondern mich um 8.15h zu den drei nächsten "Testläufen" einfinden. Das tue ich völlig freiwillig, denn ich bezahle genug Geld pro Semester und wenn ich so durch die Reihe der Professoren schaue, gibt es den ein oder anderen, der dazu anregt, die Möglichkeit zur Mitbestimmung, wohin denn nun auch mein Geld fließen soll, zwingend zu nutzen. Wir Studenten haben dabei die Möglichkeit über einen Fragebogen[der in meinen Augen mit einem Schulnotensystem von 1-6 aussagekräftiger wäre-aber das ist Geschmackssache, wie ich heute in Marketing gelernt habe] und eine kurze Gruppendiskussion mit 2 Kommilitoninnen, die auch Teil des Komitees sind, unsere Meinung kund zu tun. Der Rest liegt dann in der Hand des Dekanats und einiger Hochschulmitarbeiter.
Es war für mich auch total interessant, wie unterschiedlich man eine Vorlesung zu ein und dem selben Thema aufbauen kann!
Referent 1 ging das ganze sehr pragmatisch an und schlüsselte die Frage nach "Chancen und Risiken für Einzel- und Großhandel im internetbasierten Vertrieb" einfach auf:Zuerst wurden die Begriffe Einzel- und Großhandel definiert, deren Möglichkeiten im Internet aufzutreten analysiert und am Ende der Veranstaltung dann mit Chancen und Risiken verknüpft. Er brachte nachvollziehbare Beispiele, lieferte damit Anregungen zu Diskussionen, ging auf Fragen ein. Den Einstieg in die Veranstaltung schaffte er halbwegs interessant über Fragen zu unserem Internetnutzungsverhalten- was ich sehr gefährlich finde, wenn man einen Kurs mit maulfaulen Studenten wie mir vor sich sitzen hat.
Seine Art zu Reden war wie aus dem Lehrbuch: Am Ende des Satzes wird die Stimme etwas tiefer, das nervt nicht so schnell, wirkt kompetenter und ruhiger. Auch die Powerpoint-Präsentation war sinnvoll gegliedert, enthielt nicht zu viel und nicht zu wenig Informationen und hätte so auch eine gute Grundlage für die Klausurvorbereitung bilden können und seien wir ehrlich: darauf kommt es am Ende des Tages an. Besonders gut fand ich den Tipp am Anfang, Fragestellungen einfach ganz schlicht in ihre Einzelteile zu zerlegen, denn jeder kennt wohl die Prüfungssituationen, in denen man sich fragt: "Was will der Mensch dort vorne eigentlich von mir?!"
Die darauffolgende Referentin erschien mir in den ersten 5 Minuten auch noch kompetent und sympathisch, da sie den Einstieg praxisnaher gestaltete, ließ sich aber von der eigenen Nervosität im Verlauf der Vorlesung mehr und mehr auffressen. Sie beachtete all die Faktoren, die mir am vorangegangenen Referenten gefallen haben, nicht, ihre Fragen an uns waren mehr oder weniger Alibifragen um uns irgendwie einzubinden, was okay gewesen wäre, wenn sie nicht alle nach dem Motto "Wer kennt/hat/mag/ist" aufgebaut gewesen wären und uns nur insofern einbezogen haben, als dass eine einfache Meldung gereicht hat, dann ist das nach 30 Minuten sehr anstrengend. Was ich auch garnicht gut fand, war, dass sie Meinungen, die nicht den Aussagen auf ihren Folien entsprachen unverarbeitet im Raum stehen lies. In einer Diskussion sollten doch verschiedene Ansichten und Standpunkte besprochen und analysiert werden. Das war hier ganz und garnicht der Fall.
Die Sprechweise lies sowohl in Grammatik als auch Betonung zu wünschen übrig, auch das Thema war nicht unbedingt genau bearbeitet, aber dazu will ich mir eigentlich kein Urteil erlauben, da ich mit den Inhalten nur am Rand und durch die erste Veranstaltung vertraut bin.
Der letzte Referent des Tages lies bei Betreten des Raumes auch noch kurz den Gedanken an Fallobst in mir aufkeimen, fegte ihn aber sehr schnell zur Seite.
[Memo an mich selbst: Nicht gleich vom Aussehen der Dozenten fehlleiten lassen-Dozent H. bewies auch das Gegenteil]
Der Vorlesungsaufbau war so, wie man es schon in der Schule beigebracht hätte bekommen sollen: Schaff einen Rahmen aus spannendem Einstieg und Schluss, binde das Beispiel aus dem Anfang an den richtigen Stellen wieder ein und dein Publikum hört dir zu.
Sein Beispiel war ein Wollpullover der Firma "März" und deren Preis- und Absatzpolitik. Der Kurs war ruhig und hörte interessiert zu - Ziel erreicht um 18.15h. Sein Vortrag war ähnlich gut wie der des ersten Referenten und erinnerte mich in seinem ganzen Auftreten auch sehr an den Dozenten H., hatte aber auch den selben Fehler wie dieser. Vor lauter praxisnahen Beispielen, die alle gut und interessant waren, verlor er den roten Faden und auch bei mir war irgendwann der Kontakt zum Thema weg. Darunter leiden dann Zeitplanung und der Bezug zur Fragestellung der Probevorlesung. Das würde aber am Ende auch wieder bedeuten, dass es eine Klausur bzw. Vorbereitungsphase werden würde, für die ich vorher erstmal die Inhalte des Skriptes googlen müsste, da ich zwar, wie in BWL-Marketing, aus den Veranstaltungen ganz viele tolle,spannende Dinge für mein Leben und vorallem das Interesse am Schwerpunktfach selber mitgenommen habe, aber eben nicht die Lehrinhalte. Dafür war dann Wikipedia zuständig.
Im WG-Gespräch mit Sarina haben wir beide dennoch festgestellt, dass eher die engagierten Professoren gehen gelassen werden, immerhin steht im Desti-Bereich auch noch nicht fest, ob Herr S. eine Festanstellung bekommt, und das Buchführungsfallobst bleibt. Hoffen wir einfach auf eine Kehrtwende.
Es passiert selten, aber ich freue mich fast morgen zur FH zu gehen und zu sehen, was da noch auf mich zukommt:)