Dienstag, 12. Oktober 2010

Fressfeinde

Ich verfolge seit über 2h eine Diskusion im studivz-Buschfunk, begonnen vom WWF. Der Auslöser war die Frage, wieviele "Erden" die Menschheit benötigt, wenn wir vom Ressourcenverbrauch eines durchschnittlichen Amerikaners ausgehen.
Klar, zuerst wurden alle Klischeés über Amerika durchgegangen, vonwegen spritfressende Autos, Kriegstreiber, Ausbeuter etc. An Klischeés ist ja auch immer etwas Wahres dran, dennoch bin ich der festen Überzeugung, dass man auch in Deutschland,meinetwegen auch in Europa, ebenfalls mit Autos rumfahren würden, die auf 100km 50l Benzin verbrauchen, wenn wir es könnten. Also ebenso viele Ölvorkommen besitzen würden, wie Amerika. Wir würden es tun, weil wir es uns leisten könnten und CO2-Emission wäre einem Großteil der Menschen ziemlich egal, Politiker inkusive.
Dann traten die Veganer auf den Plan und erzählten mir, wieviel Rohstoffe für mein Steak draufgehen. Ich mag mein Steak, und es ist mir egal, dass man vom eingesparten Getreide und Soja 8 Milliarden Menschen ernähren könnte, wenn wir alle auf tierische Produkte verzichten würden.
Bis dahin war die Diskussion mehr oder weniger putzig. Doch die Aussage mit den 8 Milliarden Menschen rief die Gruppe von Menschen auf den Plan, die der Meinung sind, dass es schon zu viele Menschen auf diesem Planeten gibt, also schaffen wir doch einfach den Menschen ab, der ist sowieso scheiße, "dumm" und "stellt sich über alles andere". Diese wurde dann wiederum von Aussagen getreu dem Motto "Ey Alter, bist du dumm" beantwortet, was für mich den Zeitpunkt darstellte, an dem ich auch etwas dazu sagen wollte.
Ich stellte fest, dass man mit vernünftigen Aussagen, wie z.B., dass man den Menschen nicht gleich erschießen muss, bilden und aufklären,in welchem Sinne auch immer, würde schon genügen, ebenso wenig weiterkommt, wie mit Beleidigungen. Denn der Fokus was Rohstoffverbrauch und -bedarf angeht, ist inzwischen nicht mehr nur auf Amerika zu setzen, sondern auch auf Schwellen- und Entwicklungsländer. Ein anderes Kommentar, das mir auch sehr gefiel,war ein Zitat von Ghandi:"Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse,aber nicht für jedermanns Gier." Das ht den Nagel auf den Kopf getroffen.
So kann eine einfache Frage Verwicklungen der merkwürdigsten Art hervorrufen. Wir würden übrigens 4,5 Erden benötigen. Wenn jeder Mensch so leben würde wie ich, würden wir 2,8 Erden benötigen. Den eigenen "Klima-Fußabdruck" kann man hier herausfinden. Allerdings gibt es das bisher nur für die Schweiz und nicht für Deutschland. Sollte sich aber nicht viel nehmen.

1 Kommentar:

  1. Die Lösung für die von dir oben genannten Probleme heißt "Creutzfeldt-Jakob-Krankheit"…

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