
"Scarpetta" ist der 16. Teil aus der Krimi-Reihe um die gleichnamige Gerichtsmedizinerin Kay Scarpetta. Dieser wird von der Handlung mal wieder nach New York verlegt, wohin die Heldin gerufen wird, da ein vermeindlicher Mörder nur sie für die Tatortuntersuchung und das Verhör verlangt, da er nur noch ihr vertraut, denn er fühlt sich von einer geheimen Organisation verfolgt. Das makabere an dem Buch ist allerdings, dass es sich sowohl bei dem vermeindlichen Mörder, als auch beim Opfer um Kleinwüchsige handelt.
Nebenher wird auch Scarpettas Privatleben durch eine Internet-Klatschkolumne auseinander genommen,sodass in der Nebenhandlung auch der Autor ausfindig gemacht werden soll. Auch das Auftauchen einiger Charaktäre aus Scarpettas Vergangenheit führt zu diversen blutigen Verwicklungen.
Insgesamt finde ich,dass das Buch fast mehr Nebenhandlung hat als alles andere, wobei es sehr nützlich ist, wenn man sich durch die 15 anderen Bände gelesen hat, was aber ab dem 10. ziemlich anstrengend wird. Als Leser bekommt man ab diesem Zeitpunkt zum einen das Gefühl, dass die Reihe nur noch existiert, weil sie Geld bringt, denn es erscheint inzwischen jedes Jahr ein neuer Roman. Als ich angefangen hab die Bücher zu lesen,war ich ungefähr 14 und fand sie soooo spannend. Zum anderen wird ab einem bestimmten Zeitpunkt Scarpetta immer mehr in den Himmel gelobt. Scarpetta hat keine Ecken und Kanten mehr, die Geschichte wurde immer absurder, und das garnicht mal von der Handlung her, sondern von der Charakterentwicklung der einzelnen Figuren, da vor lauter Entwicklung eigentlich auch keine Handlung mehr überblieb. Je glatter Scarpetta wurde,umso "schlechter" wurde ihre Umgebung, was bis zur Beinahe-Vergewaltigung durch ihren langjährigen Kollegen und Freund Pete Marino ging. Die letzten 3 Bücher gingen garnicht, dieser wird langsam wieder besser, bis zur alten Form ist es aber noch ein langer Weg, was ich einfach sehr schade finde. Hätte ich nicht gewusst, dass schon ein weiterer in Amerika erschienen und ein anderer im Druck ist, hätte ich vermutet,dass sie in dem Band [endlich] stirbt, aber das hat dem ganzen durchaus etwas spannendes gegeben. Auf den letzten 100 Seiten. Immerhin. Ob ich den neuen Teil kaufe weiß ich noch nicht, die 25 Euro,die die Bücher als Festeinband kosten, die ich früher auch gerne bezahlt habe,werde ich jedenfalls nicht mehr investieren, auch wenn ich bei jeder Veröffentlichung eines neuen Buches immernoch das Bedürfnis habe direkt in den Laden zu laufen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.
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