Freitag, 28. Januar 2011

Stephenie Meyer - Breaking Dawn


Semesterferien sind Lesezeit, dementsprechend habe ich es geschafft mich durch den 4. Teil der "Twilight"-Saga zu kämpfen. Ja richtig. Zu kämpfen.

Im 4. Teil wird die Geschichte um Edward und Bella weiter ausgebaut. Nach dem großen Kampf gegen die "Neugeborenen" im 3. Teil beginnt die Geschichte mit der Hochzeit von Edward und Bella, denn nur wenn Bella Edward heiraten würde, würde er sie zu einem Vampir machen. Allerdings weigert sich dieser auch nach der Hochzeit noch sein Versprechen einzulösen, um Bella die Möglichkeit zu geben, zu erfahren, wie ihr menschliches Leben weitergehen könnte.
Aber, erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Während der Flitterwochen wird Bella schwanger und die einzige Möglichkeit, dass sie die Schwangerschaft überlebt ist, sie nach der Geburt des Kindes zu einem Vampir zu machen.
Wer die Bücher gelesen oder die Filme gesehen hat weiß, dass es da noch Jacob gibt. Jacob gehört einem Indianerstamm an, dessen Aufgabe es eigentlich ist in Wolfsgestalt, Vampire fernzuhalten und im Zweifel zu töten. Und er ist natürlich seit dem ersten Buch auch in Bella verliebt, die aber wiederum aber nur Edward will. Um das Gefühlschaos perfekt zu machen, passiert dass, was in der englischen Originalfassung als "Imprinting" bezeichnet wird(ich habe es nicht nachgeschlagen, die Filme nicht gesehen, und würde es mal als so etwas wie Seelenverwandschaft bezeichnen). Die Seelenverwandte für Jacob ist Bellas Tochter, was wiederum einen Konflikt auslöst.
Das Buch gipfelt darin, dass die Volturi sich auf den Weg nach Forks machen, um Bella und ihr Kind zu töten, da es nach den Gesetzen der Vampire verboten ist, Vampirkinder zu erschaffen und die gesamte Cullen-Familie ihnen beibringen muss, dass das Kind ein halber Mensch ist.

Boah. Ich habe lange nicht mehr ein Buch gelesen, das mich beim Lesen so genervt hat. Okay, als ich das Buch bestellt habe, war mir neben dem schnöden BWL- und Kostenrechnungskram irgendwie nach Phantasie und Romantik, aber das Buch ist ein Kitsch-Overkill!
Ich hatte schon immer eine Obsession mit Vampiren, die ersten Vampirromane die ich gelesen habe waren selbstverständlich "Dracula" und die "Chronik der Vampire" von Anne Rice, angeregt durch den Film " Interview mit einem Vampir". Auch "Graf von Krolock" aus "Tanz der Vampire" prägte mein Bild des klassischen Vampirs. Für mich führte also kein Weg um "Twilight" herum, über das ich in einer Zeitschrift gelesen hatte, bevor der große Hype ausbrach. Inzwischen bin ich der Meinung, dass es gereicht hätte, wenn es bei einem Buch geblieben wäre um es der Phantasie des einzelnen zu überlassen, wie sich die Geschichte um Edward und Bella weiterentwickelt. Ich habe zwar auch bei diesem Buch teilweise bis um halb 3 gelesen, weniger, weil es mich so gefesselt hat, sondern eher, weil ich gehofft habe, dass endlich was passiert.
Das Buch hat 700 Seiten. Auf geschätzten 300 Seiten sagen sich Edward und Bella wie sehr sie sich lieben, dass sie ohne den anderen nicht leben können etc, auf mindestens 100 Seiten plant Jacob, wie er die Cullens am besten umbringt und auf den letzten 150 Seiten wird es doch noch spannend. Naja, nicht Karin-Slaughter-spannend, aber immerhin etwas. Man erkennt in dem Buch eindeutig, dass Stephanie Meyer zum "Team Edward" gehört, denn keiner der Charaktere wird so oft und detailliert als "schön" beschrieben wie er.
Ich kehre lieber wieder zu den Vampiren zurück, die weniger in der Sonne funkeln und dafür mehr Charisma verbreiten.

Was ich sehr bedenklich finde: Laut Wikipedia soll dieser Teil, ähnlich wie Harry Potter, in 2 Teilen in die Kinos kommen. Ich frage mich wirklich, wie man die ohnehin schon kaum vorhandene Handlung auch noch durch 2 Teilen will...

2 Kommentare:

  1. Wir haben heute in der Passage bei den Remittendenwühltischen was neues entdeckt: Vampiraten. Klingt, als würde dir ein sanfter Genrewechsel gut tun ;P

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  2. Das wäre dann heute die 2. Gedankenübertragung^^
    Ich habe nach dem Kitsch-Overkill aber auch irgendwie das Bedürfniss eher wieder etwas splattermäßiges zu lesen und "Rubinrot" noch ein wenig vor mir herzuschieben, aus Angst, dass es im Vergleich zur "Frau des Zeitreisenden" ein ziemlicher Reinfall wird...
    Auf dem Weg zum Kino komme ich ja noch am "Gedankenflieger" vorbei^-^

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