In den Ferien habe ich soviele Bücher gelesen, wie lange nicht mehr und möchte diese jetzt auch nach und nach auf dem Blog vorstellen. Bei den Büchern "Tintenherz", "Tintenblut" und "Tintentod" von Cornelia Funke finde ich einen Sammelpost ganz passend und nicht gespoilert, da es bei einer Trilogie meist so ist, dass wenigstens die Hauptcharaktere ein "Happy End" erleben-außerdem handelt es sich um Kinderbücher.Die Geschichte der zwölfjährigen Meggie und ihrem Vater, dem Buchbinder Mortimer, kurz Mo genannt, beginnt an einem verregneten Abend, an dem die beiden unerwarteten Besuch von einem merkwürdigen Fremden namens Staubfinger erhalten. Dieser Besucher veranlasst Mo und Meggie dazu, Hals über Kopf ihr Zuhause zu verlassen und, unter dem Vorwand einige Bücher reparieren zu wollen, bei Meggies eigensinniger Großtante unterzutauchen.
Denn im Verlauf der Geschichte klärt sich, dass Staubfinger nicht ohne Grund bei Mo auftaucht und wieso er so Fehl am Platz wirkt: Mo besitzt die Fähigkeit den Geschichten, die er liest, Leben einzuhauchen und hat so vor vielen Jahren Staubfinger versehentlich aus dem Buch "Tintenherz" herausgelesen. Doch seine Fähigkeit beschränkt sich nicht nur auf die guten Charaktere einer Geschichte. So hat er auch einige der übelsten Bösewichter der Geschichte in seine Welt geholt, die sich im Gegensatz zu Staubfinger dort sehr wohlfühlen und mit seiner Hilfe noch andere Übeltäter aus "Tintenherz" herauslesen wollen.Während der Jagd nach den beiden Protagonisten, entdeckt Meggie dann, dass auch sie die Fähigkeit besitzt, Geschichten ein Eigenleben zu geben und wird umso interessanter für ihre Verfolger.

In den beiden Fortsetzungen wird die Handlung in die Tintenwelt verlegt. Nach der Niederlage im ersten Teil wird Mo nun mithilfe eines anderen Vorlesers in die Tintenwelt entführt, woraufhin Meggie ihm natürlich folgt, um ihn mithilfe von Staubfinger und den Räubern zu befreien. Im weiteren Verlauf wird Mo ein Teil der Räubergemeinschaft und umso wichtiger im finalen Kampf gegen den finsteren Natternkopf.
Ich habe diese Bücher schon zum 2. mal gelesen und fand sie dieses Mal schlechter, weil ich vertraut mit der Geschichte war und mir andere Dinge aufgefallen sind, wie der eintönige und etwas umgangssprachliche Schreibstil der Autorin, was wohl aber Geschmackssache ist und der eigentlichen Zielgruppe weniger wichtig sein wird. Die Geschichte selber mag ich sehr gern, da sie es schafft, mich in eine andere Welt zu entführen und ob der düsteren Stimmung im letzten Teil doch noch eine Stelle bereit hält, die den Leser zum schmunzeln bringt. Auch finde ich die Gestaltung der Charaktere sehr liebevoll und gelungen.
Die "Tintenwelt"-Trilogie ist in meinen Augen nicht nur für Kinder, sondern für Leser jeden Alters geeignet, die sich das Gefallen an Märchen und fantastischen Wesen bewahren konnten.
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