Sonntag, 18. September 2011

Der erste Eindruck zählt

Durch die Semesterferien starte ich ein wenig verzögert in das trnd-Projekt, da eine Nachbarin das Päckchen für mich angenommen hatte, während ich bei meinen Eltern war. Umso aufgeregter war ich dann beim Abholen und Auspacken, auch wenn mich die Größe im ersten Moment irritiert hat, immerhin hatte ich auch die Gerolsteiner Päckchen gesehen und auf den vorangegangen Testberichten der anderen Mittester sah es auch irgendwie größer aus. Aber auf die Größe kommt es ja nicht an.


Dazu passend gab es noch 3 Projektfahrpläne und Mafo-Unterlagen, um die Menschen in unserer Umgebung zur Thematik zu befragen.
Das Blackberry kommt mit einem Netzteil, Akku, USB-Kabel, Kopfhörern, Bedienungsanleitung in längerer oder kurzer Fassung, Software und einer 2GB Mikro-SD-Karte daher. Vodafone bietet eine Surfflat für 9,99€ pro Monat,wobei ein Datenvolumen von 200MB enthalten ist, bei einer maximalen Download-Geschwindigkeit von 7,2 Mbit/s, danach mit 64kbit/s. Darüberhinaus erhält man für 29ct/Gespräch eine Telefonflat ins VF- und Festnetz,sowie für 29ct 100 Frei-SMS/Tag. Vodafone bezeichnet allerdings beides als eine Flatrate und erklärt dieses erst im Kleingedruckten. Mit der Begriffswahl habe ich so meine Schwierigkeiten, aber die Erläuterung sprengt den Rahmen des ersten Eindruckes.

Mit dem Netzteil hatte ich im ersten Moment ein paar Probleme, ,da Stecker und Kabel getrennt voneinander sind und über einen Schiebemechanismus zusammengesetzt werden, was man aber in Ruhe machen muss und nicht total aufgekratzt,weil man sich wie Bolle über das erste "Trnd"-Projekt freut.
Ich habe während des Auspackens eine pro- und contra-Liste angefertigt,die ich jetzt einfach nur stumpf abarbeite:
pro:
Die Marke "Blackberry": Ich mochte Blackberry ansich schon immer sehr gerne, weil es einfach so herrlich professionell aussieht, habe mich dann aber aufgrund von Preis, Testberichten oder schlicht und ergreifend der Tatsache, dass ich noch nicht professionell sein muss, immer für ein anderes Modell entschieden. Aber die Grundsympathie war vorhanden.
Die Steuerung: Ein Blackberry ist für mich nur ein echtes Blackberry, wenn es eine richtige QWERTZ-Tastatur hat. Diese finde ich auf unerklärliche Art und Weise besonders. Auch, dass ich wieder einen Joystick habe, der zwar eigentlich eher ein Touchpad ist, finde ich sehr schön, da ich diese Steuerung bei Sony auch sehr geschätzt habe.
Das Headset: Das headset besitzt glücklicherweise einen ganz normalen Stecker, so wie jeder andere handelsübliche Kopfhörer auch und spart somit Kosten, da man nicht auf Ersatzteile des Herstellers zurückgreifen muss. Dass eine Speicherkarte mit ausreichender Kapazität im Lieferumfang enthalten ist, finde ich auch sehr gut.
Bedienungsanleitung:: Grundsätzlich halte ich sie eher für einen schlechten Witz, da sie kaum brauchbare Informationen lieferte. Auch die Unterlagen von Vodafone finde ich eher mäßig. Als ich mein erstes Handy erhielt, gab es dazu eine Broschüre mit allen erdenklichen nützlichen Kurzwahlen,z.B. zum Einrichten der Mailbox,Klären der Kosten der letzten Aktion,Service-Hotlines etc. Gibt es diese generell nicht mehr oder nur für uns Testpersonen?! Die war toll, die hätte ich gern wieder...
Was mich an der Anleitung zum schmunzeln gebracht hat, war der Punkt "Sicheres Fahren und Gehen"- Blackberry erklärt mir nicht, wie ich das Gerät ein- und ausschalte, aber es will mir wenigstens sagen: "Wir sorgen uns um dich, lieber Kunde, du bist uns wichtig". Sehr schön-so entsteht Kundenbindung^_^
Die Contra-Punkte:
Die Größe: Ich habe kleine,zierliche Hände und lange Fingernägel und trotzdem halte ich das gesamte Gerät irgendwie für zu klein. Die Qualität der Tasten finde ich zwar gut, man läuft nicht Gefahr die Tasten mit den Nägeln zu zerstechen,aber irgendwie mangelt es mir noch an Treffsicherheit. Das mag allerdings Gewohnheitssache sein. Viel mehr stört mich aber die Displaygröße. Ich hatte vorher ein LG K800 Arena, das auch so seine Fehler hatte, aber wenn LG etwas kann, dann ist es Fernseher herzustellen, und so war auch das Display des Handys 1a! Dagegen konnte das Blackberry Curve eigentlich nur verlieren. Aufgrund der Display-Größe würde ich z.B. auch eher ein Blackberry Torch kaufen, welches eine Freundin besitzt und dessen Konzeption mit dem Schiebemechanismus ich viel schicker und praktischer finde und dessen Menüführung auch um Längen übersichtlicher und moderner geraten ist, als die des Curves.
Die Appworld: Vielleicht war das ein individuelles Problem, aber mir wurde 12h lang angezeigt, dass ein Fehler aufgetreten sei und ich es später nocheinmal versuchen solle. Solche Fehler können auftreten, aber es hat die Freude etwas gedämpft,schließlich reden wir immernoch über den ersten Eindruck. Nachdem ich online nach Lösungen gesucht habe,habe ich ich die Blackberry-Software auf dem Rechner installiert und das Handy angeschlossen. Dies wollte ich eigentlich nicht tun, da ich selten mitgelieferte Software nutze, denn meist gibt es für die Aufgaben, die der Hersteller verspricht bessere Programme. Außerdem muss ich das Gerät wieder abgeben. Sollte die firmeneigene Software die Vorraussetzung für die Funktionalität der Appworld sein, so finde ich das schlecht. Zur schnellen Behebung von Bugs sind Servicepakete aus dem Netz nützliche kleine Helfer,aber ansonsten bin ich davon kein Freund. Ich mag Firmen nicht, die mir vorschreiben,welche Software ich nutzen soll-ein Grund weshalb ich nie auf Appleprodukte umsteigen würde.
Dennoch bin ich zutiefst neidisch auf den App-Store des Iphones und auf htc-Nutzer, die dieselbe Vielfältigkeit an Apps vorfinden.Mir ist bewusst, dass Blackberry erst vor kurzem die Unterhaltungssparte für sich entdeckt hat und Stück für Stück anderen Firmen nacheifert, aber man sollte sich damit beeilen. Es ist außerdem frustrierend,wenn man apps sucht und ständig gesagt bekommt, dass das Programm nicht gefunden werden kann.

Vom ersten Eindruck her würde ich das Gerät also nicht kaufen. Müsste es ein Blackberry sein, wäre es das Torch, ansonsten das Sony Ericsson "Xperia play", da ich seit dem -immernoch fehlerfrei laufenden- k810i ein großer Fan von Sony Ericsson bin und die Paarung aus Handy und PSP sehr sympathisch finde,auch wenn sich an der Akkulaufzeit noch etwas tun muss, aber das muss man auf dem Stand der Technik anscheinend Kompromisse eingehen. Auch zur Auswahl stände ein htc, allerdings sind die aufgrund ihrer Größe wohl eher für Männerhände gedacht.

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